{"id":1489,"date":"2017-02-02T23:46:39","date_gmt":"2017-02-02T22:46:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=1489"},"modified":"2017-02-02T23:46:39","modified_gmt":"2017-02-02T22:46:39","slug":"rastlose-brillanz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2017\/02\/02\/rastlose-brillanz\/","title":{"rendered":"Rastlose Brillanz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Linn Records, CKD 555; EAN: 6 91062 05552 9<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/0085.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1490\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-1490\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/0085-300x260.jpg\" alt=\"\" width=\"388\" height=\"336\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/0085-300x260.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/0085-768x665.jpg 768w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/0085.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 388px) 100vw, 388px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gemeinsam mit dem Scottish Chamber Orchestra unter Antonio M\u00e9ndez spielt Ingrid Fliter die Klavierkonzerte a-Moll Op. 54 von Robert Schumann und g-Moll Op. 25 von Felix Mendelssohn. Das Orchester erklingt zudem in Mendelssohns Konzertouvert\u00fcre Op. 32 &#8222;Das M\u00e4rchen von der sch\u00f6nen Melusine&#8220;.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Oberfl\u00e4che pr\u00e4sentiert sich die Aufnahme Ingrid Fliters mit Klavierkonzerten von Schumann und Mendelssohn brillant und heiter gl\u00e4nzend. Mit Pathos jagt Fliter \u00fcber die Tasten, verstr\u00f6mt einen Sog nach vorne und mitten hinein in die Musik. Dabei strahlt sie nicht nur handwerkliche Souver\u00e4nit\u00e4t aus, sondern auch ein gewisses Gesp\u00fcr f\u00fcr den Zusammenhalt einzelner Phrasen sowie eine gl\u00fchende Inspiration. Mit dem Scottish Chamber Orchestra unter Antonio M\u00e9ndez besteht eine sp\u00fcrbare Verbindung, die Partner f\u00fcgen sich problemlos zu einer Einheit zusammen, die verschmilzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst der Blick auf die subtileren Ebenen legt ein anderes Bild frei. Denn so sehr Fliter in der Virtuosit\u00e4t aufgeht und in raschen Passagen zu zaubern scheint, so rastlos sind die langsamen wie entspannten Abschnitte genommen. Die Pianistin scheint innerlich nie zur Ruhe zu kommen, und so wird auch die gesamte Lyrik gerade im Schumann-Konzert durch atemlose Hektik ausgehebelt. Die romantische Vertr\u00e4umtheit und die Wendungen ins Innere sind nicht vorzufinden (nat\u00fcrlich d\u00fcrfen diese nicht ins manieriert Willk\u00fcrliche \u00fcbertrieben werden, aber sie sind dennoch ein entscheidendes Merkmal f\u00fcr Musik jener Zeit). Dazu geh\u00f6rlt auch, dass immer wieder die spannungstragenden Dissonanzen, die wie ein Gew\u00fcrz dem Ganzen erst die unverkennbare Note verleihen, unter den Tisch gekehrt und verharmlost werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sehr subtil kann Antonio M\u00e9ndez das Scottish Chamber Orchestra auf die jeweiligen Stimmungen einschwingen, kann ausgebreitete Melodien nat\u00fcrlich entstehen lassen und dann doch pl\u00f6tzlich wieder in entschiedenstem Aufbegehren toben. Gerade in Mendelssohns Konzertouvert\u00fcre kann das Orchester sich einlassen und eine beschwingte Gestaltung erlebbar machen. Dabei geht allerdings manche Nebenstimme im Geflecht unter, die noch einen sch\u00f6nen Beitrag h\u00e4tte leisten k\u00f6nnen. Gerade in den Klavierkonzerten h\u00e4tte damit noch f\u00fcr eine st\u00e4rkere Kompaktheit des Apparates und f\u00fcr einen stringenter zusammenh\u00e4ngenden Fluss gesorgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>[Oliver Fraenzke, Januar 2017]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Linn Records, CKD 555; EAN: 6 91062 05552 9 Gemeinsam mit dem Scottish Chamber Orchestra unter Antonio M\u00e9ndez spielt Ingrid Fliter die Klavierkonzerte a-Moll Op. 54 von Robert Schumann und g-Moll Op. 25 von Felix Mendelssohn. Das Orchester erklingt zudem in Mendelssohns Konzertouvert\u00fcre Op. 32 &#8222;Das M\u00e4rchen von der sch\u00f6nen Melusine&#8220;. 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