{"id":1687,"date":"2017-05-26T23:05:23","date_gmt":"2017-05-26T21:05:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=1687"},"modified":"2017-05-29T22:59:20","modified_gmt":"2017-05-29T20:59:20","slug":"himmelfahrts-konzert-wilde-gungl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2017\/05\/26\/himmelfahrts-konzert-wilde-gungl\/","title":{"rendered":"Himmelfahrts-Konzert &#8222;Wilde Gungl&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Himmelfahrts-Konzert der &#8222;Wilden Gungl&#8220; &#8211; 25. Mai 2017 im Prinzregententheater unter Leitung von Michele Carulli<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Ulrich0060.png\" rel=\"attachment wp-att-1692\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-1692\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Ulrich0060-300x214.png\" alt=\"Ulrich0060\" width=\"444\" height=\"317\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Ulrich0060-300x214.png 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Ulrich0060.png 643w\" sizes=\"(max-width: 444px) 100vw, 444px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Johann Sebastian Bach bis Richard Wagner, welch ein Bogen! Und diesen musikalischen Bogen spannte das Orchester \u201dWilde Gungl\u201d unter seinem Dirigenten Michele Carulli am Vatertag im M\u00fcnchner Prinzregenten-Theater in der Matin\u00e9e um 11 Uhr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Melodienzauber! hie\u00df das Motto des Konzerts und dem entsprach das Programm, fast alle Melodien waren sogenannte \u201dRei\u00dfer\u201d. Aber diese im Augenblick des Entstehens zu erleben, ist eben doch jedes Mal etwas ganz Anderes als sie zu Hause auf CD, im Radio oder bei einer \u00dcbertragung im Fernsehen zu h\u00f6ren. Lebendige Musik, \u201elive\u201c ist durch nichts zu ersetzen, das wurde mir wieder einmal mit aller Deutlichkeit und Eindringlichkeit vor Augen und Ohren gebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solch einen Strau\u00df aus vielen verschiedenen Melodien aus mehreren Jahrhunderten zu einem Programm zu verbinden, bedarf nicht zuletzt einer guten und ansprechenden Moderation. Sie ist und war bei Arnim Rosenbach \u2013 wie schon \u00f6fter \u2013 in allerbesten, charmanten H\u00e4nden, auch dank seiner ebenso ansprechenden Stimme wie Art der Programmf\u00fchrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Bachs \u201eAir\u201c aus der Orchestersuite BWV 1038 \u00fcber Mozarts Klavierkonzert-Thema des zweiten Satzes\u00a0 KV 467 , das durch den Film \u201eElvira Madigan\u201c weltbekannt wurde, \u00fcber Verdi, Mascagni, Smetana hin zu Puccini, Mahler, Morricone, B\u00f6ttcher, Tschaikowsky bis hin zu den beiden Zugaben von Nino Rota und der Ouvert\u00fcre zu \u201eRienzi\u201c von Wagner zog sich der Melodien-Zauber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Konzerte der \u201eWilden Gungl\u201c verfolge ich nun schon seit ein paar Jahren, aber auch diesmal fiel mir besonders auf, dass die Gruppe der Streicher durch Michele Carulli noch homogener geworden ist, noch sensibler spielt, was man bei einigen St\u00fccken, in denen die Streicher die Hauptrolle spielen, besonders h\u00f6ren konnte. Bei Mahlers \u201eAdagietto\u201c aus seiner 5. Symphonie fiel das nat\u00fcrlich speziell auf. Aber auch die \u201eNichtstreicher\u201c \u2013 von denen mir besonders die Harfenistin und die Holzbl\u00e4ser gefielen \u2013 geben dem Orchesterklang die Farbigkeit, die diese Musik \u00fcberhaupt so zum Klingen und Bl\u00fchen bringt. Und das Publikum, jung und vor allem nat\u00fcrlich die \u00e4lteren Semester, die der \u201eWilden Gungl\u201c \u2013 ihrer \u201eWilden Gungl\u201c &#8211;\u00a0 schon seit Jahren die Treue halten,\u00a0 war begeistert und brachte das entsprechend zum Ausdruck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Michele Carulli ein Dirigent mit Leib und Seele unter Einsatz voller Energie ist, der das Orchester befeuert und die Musik sich in melodische H\u00f6henfl\u00fcge aufschwingen l\u00e4sst, ist bei jedem Konzert begeisternd zu erleben. Auch der Beifall, den er wie selbstverst\u00e4ndlich den entsprechenden Solisten-Kollegen weitergibt, geh\u00f6rt dazu. Und nicht zuletzt seine eigene Moderation, mit der er die beiden Zugaben ansagt und das Publikum nach gewaltigem Beifall entl\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein St\u00fcck m\u00f6chte ich allerdings gesondert erw\u00e4hnen, nicht nur, weil es mir unbekannt war, sondern weil es als \u201eJugendst\u00fcck\u201c von Giacomo Puccini schon alles erkennen und h\u00f6ren l\u00e4sst, was uns sp\u00e4ter in seinen Opern so mitnimmt und begl\u00fcckt. Das \u201ePreludio sinfonico\u201c von 1882 \u2013 aus seiner Zeit am Mail\u00e4nder Konservatorium \u2013 ist eine wunderbare \u00dcberraschung in diesem ambitionierten und doch so unterhaltenden Programm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich freue mich schon auf das Sommerkonzert im Brunnenhof und auf das Wiederh\u00f6ren der \u201eWilden Gungl\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ceterum censeo: Auch wenn es Perlen vor die S\u00e4ue gleich zu sein scheint, ich werde nicht m\u00fcde werden, darauf hinzuweisen, dass die M\u00fcnchner Zeitungskritik, das sogenannte Feuilleton, gut daran t\u00e4te, aufzuwachen und dieses Orchester \u2013 das schlie\u00dflich schon seit 150 Jahren existiert \u2013 und seine wunderbaren Programme endlich zur Kenntnis zu nehmen. Ganz einfach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>[Ulrich Hermann, Mai 2017]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Himmelfahrts-Konzert der &#8222;Wilden Gungl&#8220; &#8211; 25. Mai 2017 im Prinzregententheater unter Leitung von Michele Carulli Von Johann Sebastian Bach bis Richard Wagner, welch ein Bogen! Und diesen musikalischen Bogen spannte das Orchester \u201dWilde Gungl\u201d unter seinem Dirigenten Michele Carulli am Vatertag im M\u00fcnchner Prinzregenten-Theater in der Matin\u00e9e um 11 Uhr. 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