{"id":2221,"date":"2018-03-06T18:02:15","date_gmt":"2018-03-06T17:02:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=2221"},"modified":"2018-03-06T18:02:15","modified_gmt":"2018-03-06T17:02:15","slug":"hommage-a-maurice-ravel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2018\/03\/06\/hommage-a-maurice-ravel\/","title":{"rendered":"Hommage \u00e0 Maurice Ravel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Aus der Konzertreihe \u201aPortr\u00e4ts gro\u00dfer Meister\u2019 h\u00f6ren wir am Abend des 25. Februar 2018 die \u201aHommage \u00e0 Maurice Ravel\u2019. Birgitta Eila und Heiko Stralendorff er\u00f6ffnen mit einer vom Komponisten verfertigten Bearbeitung des Bol\u00e9ro C-Dur, woran Megumi Bertram mit der Sonatine in fis-Moll und Jeux d&#8217;eau ankn\u00fcpft. Die erste H\u00e4lfte wird durch Eli Nakagawa und Heiko Stralendorff mit Werken f\u00fcr Violine und Klavier beschlossen: der Pavane pour une infante d\u00e9funte (Bearbeitet von Tomislav Butorac), dem Blues aus der Violinsonate G-Dur und der Vocalise-\u00c9tude en forme de Habanera g-Moll. Nach der Pause spielen Birgitta Eila Gaspard de la nuit und das Duo Alexandra Steurer und Irina Shkolnikova die vierh\u00e4ndige Fassung des Komponisten seiner Rapsodie espagnole.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei Monate nach dem 80. Todestag des gro\u00dfen franz\u00f6sischen Meisters Maurice Ravel (und einen Monat vor dem 100. Todestag seines gro\u00dfen Kollegen Claude Debussy) ehrt der Pianistenclub M\u00fcnchen den Meister durch ein Portraitkonzert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben Originalkompositionen h\u00f6ren wir auch Bearbeitungen, gr\u00f6\u00dftenteils vom Komponisten selbst. So schrieb er den Bol\u00e9ro auch f\u00fcr Klavier vierh\u00e4ndig um &#8211; eine schwierige Aufgabe f\u00fcr die Pianisten, lebt dieses St\u00fcck schlie\u00dflich vom kontinuierlichen Anwachsen der wechselnden Instrumentation mit im Tutti aufgipfelndem Schluss. In dieser Hinsicht dankbarer, doch daf\u00fcr komplexer, ist da die urspr\u00fcngliche Klavierversion der Rapsodie espagnole, die spanischer klingt als manch ein Werk eines Spaniers. Gro\u00dfe Solowerke h\u00f6ren wir von den fr\u00fchen Jeux d&#8217;eau bis zum grandiosen Meisterwerk Gaspard de la nuit, in welchem Ravel noch die Schwierigkeiten der Islamey von Balakirev \u00fcberbieten wollte und die Ann\u00e4herung an die Unspielbarkeit unter dem Blickwinkel k\u00fcnstlerischer \u00c4sthetik erkundete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch den Abend f\u00fchrt Heiko Stralendorff, der sich neben wortgewandtem Moderieren auch als einf\u00fchlsamer Begleiter pr\u00e4sentiert, der monotonen Unterstimme des Bol\u00e9ro Leben verleiht und der Violine einen pr\u00e4zisen und geschmeidigen Widerpart bietet. Birgitta Eila, welche die Oberstimmen im Bol\u00e9ro spielt, \u00fcberzeugt auch im Gaspard de la nuit, dessen Ecks\u00e4tze sie recht langsam, doch detailliert und mit angenehmer Weichheit nimmt. Am beeindruckendsten gelingt der Mittelsatz, dessen Totenglocke als ewiger Orgelpunkt durchklingt. Megumi Bertram rauscht sprichw\u00f6rtlich durch die Jeux d&#8217;eau und die Sonatine, jedoch ohne erkennbare dynamischen Unterscheidungen. Viel Vibrato h\u00f6ren wir von der Geigerin Eli Nakagawa, die immerhin im Blues f\u00fcr manch beeindruckenden Effekt sorgt. Highlight des Abends sind Alexandra Steurer und Irina Shkolnikova, deren Musizieren dynamisch ausgereift, ausdrucksm\u00e4\u00dfig unpr\u00e4tenti\u00f6s und innig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>[Oliver Fraenzke, Februar 2018]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Konzertreihe \u201aPortr\u00e4ts gro\u00dfer Meister\u2019 h\u00f6ren wir am Abend des 25. Februar 2018 die \u201aHommage \u00e0 Maurice Ravel\u2019. Birgitta Eila und Heiko Stralendorff er\u00f6ffnen mit einer vom Komponisten verfertigten Bearbeitung des Bol\u00e9ro C-Dur, woran Megumi Bertram mit der Sonatine in fis-Moll und Jeux d&#8217;eau ankn\u00fcpft. 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