{"id":2329,"date":"2018-04-28T10:17:23","date_gmt":"2018-04-28T08:17:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=2329"},"modified":"2018-06-03T23:14:18","modified_gmt":"2018-06-03T21:14:18","slug":"trauer-und-lebensfreude","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2018\/04\/28\/trauer-und-lebensfreude\/","title":{"rendered":"Trauer und Lebensfreude"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">SWR classic, SWR19055CD; EAN: 7 47313 90558 4<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Karel-Ancerl-dirigiert-Josef-Krejc%C3%AD\/dp\/B078FFX8HN\/ref=as_li_ss_il?s=music&amp;ie=UTF8&amp;qid=1528060404&amp;sr=1-1&amp;keywords=ancerl+suk+swr&amp;linkCode=li3&amp;tag=thenewlistene-21&amp;linkId=f503d84f186d9724db97a4516dbffecb\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&amp;ASIN=B078FFX8HN&amp;Format=_SL250_&amp;ID=AsinImage&amp;MarketPlace=DE&amp;ServiceVersion=20070822&amp;WS=1&amp;tag=thenewlistene-21\" border=\"0\" \/><\/a><img loading=\"lazy\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"https:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=thenewlistene-21&amp;l=li3&amp;o=3&amp;a=B078FFX8HN\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vorliegende CD enth\u00e4lt remasterte Aufnahmen mit Karel An\u010derl und dem S\u00fcdwestfunk-Sinfonieorchester Baden-Baden aus dem Jahr 1967. Zu h\u00f6ren ist die Symphonie Asrael von Josef Suk sowie die Serenata von I\u0161a Krej\u010di.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Symphonie mit dem Titel &#8222;Asrael&#8220; gilt als Hauptwerk des tschechischen Komponisten Josef Suk. Urspr\u00fcnglich in Gedenken an seinen Schwiegervater Antonin Dvo\u0159\u00e1k geschrieben, wurde es nach dem Tod seiner Frau neu zu Ende konzipiert. Die ersten drei S\u00e4tze waren bereits vollendet, das begonnene Adagio wurde gestrichen; an dessen Stelle traten nach einer Trauerzeit von einem Jahr zwei neue S\u00e4tze. Auf diese Weise teilt sich die Symphonie eigentlich in zwei Teile, drei S\u00e4tze f\u00fcr sein k\u00fcnstlerisches Leitbild und zwei weitere f\u00fcr die Liebe seines Lebens. Suk war die Bedeutung seines Werkes bewusst, sein gesamtes vorheriges Schaffen degradierte er zu &#8222;Vorstudien&#8220; zu eben dieser Symphonie. D\u00fcsterheit durchzieht sie, lediglich die letzten Takte ebnen den Weg in Richtung einer Auss\u00f6hnung mit dem Schicksal &#8211; wenngleich diese bis zum allerletzten Akkord immer wieder sabotiert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz anders gestaltet sich I\u0161a Krej\u010dis dreis\u00e4tzige Serenata f\u00fcr Orchester: Pure Lebensfreude und Frohmut charakterisiert sie, das Presto wirkt stellenweise gar wie eine Persiflage auf Tschaikowsky. Diese Serenata ist klassisch ausgewogen, beschwingt und doch nicht ohne Anspruch, sie ist eine vollendete Form &#8222;leichter&#8220; Musik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Karel An\u010derl, Nachfolger des bedeutenden Dirigenten V\u00e1clav Talich als Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie, ist bis heute dadurch prominent geblieben, sein Orchester zu globalem Erfolg gef\u00fchrt zu haben. Im Mai 1967 war er als Gastdirigent beim Sinfonieorchester des S\u00fcdwestfunks in Baden-Baden und nahm vorliegende Einspielungen auf. Dabei f\u00fchrte er das Orchester in erstaunlich kurzem Zeitfenster in die Musik seines Heimatlandes ein und machte die Musiker so vertraut damit, dass niemand auf die Idee k\u00e4me, es w\u00e4re kein tschechisches Orchester, das hier spielt. Asrael nahm er nie f\u00fcr eine Plattenproduktion auf, vielleicht aus Ehrfurcht vor der Einspielung Talichs. Zu diesem finden sich auch eindeutige Parallelen im Stil des Dirigierens. Es entsteht eine Ausgelassenheit und Musizierfreude, der deutlich anzuh\u00f6ren ist, welch detailgetreue Partiturkenntnis An\u010derl besa\u00df. Trotz der minuti\u00f6sen Arbeit an Nuancen bleibt eine Nat\u00fcrlichkeit erhalten, die ungezwungener nicht erscheinen k\u00f6nnte, so dass es scheint, die Musik w\u00fcrde erst in diesem Augenblick erschaffen werden.<\/p>\n<p><iframe style=\"width: 120px; height: 240px;\" src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ss&amp;ref=as_ss_li_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=thenewlistene-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B078FFX8HN&amp;asins=B078FFX8HN&amp;linkId=f6ecd8ef11500219edca2a156d349e1a&amp;show_border=true&amp;link_opens_in_new_window=true\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>[Oliver Fraenzke, M\u00e4rz 2018]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SWR classic, SWR19055CD; EAN: 7 47313 90558 4 Vorliegende CD enth\u00e4lt remasterte Aufnahmen mit Karel An\u010derl und dem S\u00fcdwestfunk-Sinfonieorchester Baden-Baden aus dem Jahr 1967. 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