{"id":2425,"date":"2018-05-26T22:14:38","date_gmt":"2018-05-26T20:14:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=2425"},"modified":"2018-05-24T22:21:43","modified_gmt":"2018-05-24T20:21:43","slug":"smyphonie-und-solokonzert-in-einem","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2018\/05\/26\/smyphonie-und-solokonzert-in-einem\/","title":{"rendered":"Smyphonie und Solokonzert in einem"},"content":{"rendered":"<p>Alpha 395, EAN: 3 760014 193958<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/offer-listing\/B079JGMNW1\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B079JGMNW1&amp;linkCode=am2&amp;tag=thenewlistene-21&amp;linkId=24b1d07b852a32fbd2e6a4b3d0446e8b\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&amp;MarketPlace=DE&amp;ASIN=B079JGMNW1&amp;ServiceVersion=20070822&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;Format=_SL250_&amp;tag=thenewlistene-21\" border=\"0\" \/><\/a><img loading=\"lazy\" style=\"border: none !important; margin: 0px !important;\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=thenewlistene-21&amp;l=am2&amp;o=3&amp;a=B079JGMNW1\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wir h\u00f6ren eine Liveaufnahme des Zweiten Klavierkonzerts B-Dur op. 83 von Johannes Brahms, die bereits am 20. Mai 2009 entstand und nun ver\u00f6ffentlicht wurde. Es spielt das NHK Symphony Orchestra aus Tokyo unter Tadaaki Otaka, Solist ist Nelson Goerner.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Pianist Nelson Goerner ist einer der Stars von Alpha Classics und liefert in kurzen Abst\u00e4nden beachtliche Aufnahmen. F\u00fcr Alpha spielte er bereits Werke von Beethoven, Chopin (eine Rezension der Nocturnes auf The New Listener) und Debussy f\u00fcr Klavier solo ein, mit Tedi Papavrami zudem Sonaten von Faur\u00e9 und Franck. Nun zieht es Goerner zu Brahms und wieder zu symphonischer Musik: Gemeinsam mit dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und Tadaaki Otaka spielt er das Zweite Klavierkonzert von Johannes Brahms. Dieser knapp 50-min\u00fctige Koloss steht f\u00fcr sich alleine in der Musikgeschichte, indem er die klassischen Ideale der Ausgewogenheit und Folgerichtigkeit der Entwicklung aufrechterh\u00e4lt und zugleich in jeder Note modern erscheint. Brahms\u2018 Klavierkonzert hebt sich von den Virtuosenwerken der Zeit ab, das Klavier wird nicht zur Schau gestellt, sondern gliedert sich in einen symphonischen Kontext ein, der bezwingt. Leichter zu spielen ist es f\u00fcr den Pianisten nicht, ganz im Gegengeit; nur entspringen die Anforderungen der Musik selbst und nicht der Idee der solistischen Pr\u00e4sentation. Es finden sich erstaunlich viele Techniken wieder, die aus dem Schaffen Chopins hervorgehen und in dessen Et\u00fcden und Balladen kultiviert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn des Kopfsatzes werfen Goerner und Otaka formale Fragen auf, untergliedern die einzelnen Abschnitte und setzen immer wieder neu an. Wo ist da die Entwicklung und Kontinuit\u00e4t? Antworten erhalten wir nach und nach, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck bauen die Musiker etwas auf, das Sinn ergibt. Jede neue Variation und Abwandlung f\u00fcgt eine neue Facette hinzu und sp\u00e4testens in der Reprise klart sich das Bild auf dieses architektonische Meisterwerk auf. Das Konzept funktioniert und erstaunt, denn nur wer aktiv mith\u00f6rt und versucht, zu verbinden, wird am Ende belohnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie symphonisch Brahms sein Klavierkonzert ansah, zeigt der zweite Satz: Vor dem langsamen Satz schiebt er ein Scherzo ein, welches \u00fcblicherweise nichts im Solokonzert, daf\u00fcr sehr wohl etwas in der Symphonie zu suchen hat. Schwungvoll klingt es in der vorliegenden Aufnahme, energisch und kr\u00e4ftig. Der Wechsel vom d-Moll ins D-Dur sticht hervor, Otaka gibt ihm Gewicht. Noch mehr nat\u00fcrlich markieren die Musiker die Modulation nach Fis-Dur im langsamen Satz, wodurch \u00fcberirdische Sph\u00e4ren erreicht werden und der H\u00f6rer durch diese pl\u00f6tzliche Magie ins Stutzen ger\u00e4t. Allgemein nehmen die Musiker den dritten Satz zart und innig, behalten zeitgleich aber gewisse Bodenst\u00e4ndigkeit. Leichtigkeit verstr\u00f6mt das Finale, wenngleich es im Hintergrund nicht weniger ernst oder geerdet ist. Der Rhythmus wird beschwingt umgesetzt, beinahe t\u00e4nzerisch. Etwas mehr h\u00e4tten die Kontraste hervorgehoben werden k\u00f6nnen, besonders bez\u00fcglich der Dynamik, wo gerade der Pianobereich noch leiser realisierbar w\u00e4re. \u00dcberzeugend ist der Anschlag Goeners, er markiert und setzt feine Akzente, erzeugt viele Schattierungen und Klangfarben. Goerner wie Otaka wissen um die weitl\u00e4ufige Form des Klavierkonzerts und halten stets den Kontext im Auge.<br \/>\n<iframe style=\"width: 120px; height: 240px;\" src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?ServiceVersion=20070822&amp;OneJS=1&amp;Operation=GetAdHtml&amp;MarketPlace=DE&amp;source=ac&amp;ref=tf_til&amp;ad_type=product_link&amp;tracking_id=thenewlistene-21&amp;marketplace=amazon&amp;region=DE&amp;placement=B079JGMNW1&amp;asins=B079JGMNW1&amp;linkId=4846a82aa4a8f02841aa14e14bc2a261&amp;show_border=false&amp;link_opens_in_new_window=true&amp;price_color=333333&amp;title_color=0066c0&amp;bg_color=ffffff\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><br \/>\n<\/iframe><\/p>\n<p><strong>[Oliver Fraenzke, Mai 2018]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alpha 395, EAN: 3 760014 193958 Wir h\u00f6ren eine Liveaufnahme des Zweiten Klavierkonzerts B-Dur op. 83 von Johannes Brahms, die bereits am 20. Mai 2009 entstand und nun ver\u00f6ffentlicht wurde. Es spielt das NHK Symphony Orchestra aus Tokyo unter Tadaaki Otaka, Solist ist Nelson Goerner. Der Pianist Nelson Goerner ist einer der Stars von Alpha &hellip; <a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2018\/05\/26\/smyphonie-und-solokonzert-in-einem\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Smyphonie und Solokonzert in einem<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[536,337,2285,2579,2581,2580],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2425"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2425"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2425\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5148,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2425\/revisions\/5148"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}