{"id":2649,"date":"2018-07-07T16:50:34","date_gmt":"2018-07-07T14:50:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=2649"},"modified":"2018-07-09T23:42:05","modified_gmt":"2018-07-09T21:42:05","slug":"neues-repertoire-aus-russland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2018\/07\/07\/neues-repertoire-aus-russland\/","title":{"rendered":"Neues Repertoire aus Russland"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Northern Flowers, NF\/PMA 99123; EAN: 5 055354 481239<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2653\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/N7-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/N7-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/N7-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/N7.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sergey Mikhaylovich Slonimsky: Symphony Nr. 2, A voice from the chorus; Leningrader Philharmoniker, Gennady Rozhdestvensky<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Sergey Mikhaylovich Slonimsky z\u00e4hlt zu den namhaftesten russischen Komponisten und Pianisten der Gegenwart. Northern Flowers ver\u00f6ffentlichte Aufnahmen aus dem Musikarchiv Sankt Petersburg, auf denen seine Zweite Symphonie zu h\u00f6ren ist, ebenso die Kantate \u201eEine Stimme aus dem Chor\u201c. Es spielen die Leningrader Philharmoniker und das Kammerorchester der Leningrader Philharmoniker unter Gennady Rozhdestvensky. In der Kantate wirkt zudem der Chor der Staatskapelle mit, hinzu kommt der Organist Yuri Semyonov und die Vokalsolisten Eugenia Gorokhovskaya und Sergey Leyferkus.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst vor kurzem fiel mir die Partitur der 33. Symphonie von Sergey Slonimsky in die H\u00e4nde, was mir einmal mehr bewusst machte, welch gro\u00dfe Schaffenskraft in dem 1932 geborenen Russen steckt. Sein symphonisches Oeuvre \u00fcbersteigt allein durch die Anzahl der Werke das der meisten Komponisten abgesehen einiger Ausnahmen wie Joseph Haydn oder Leif Segerstam (wenngleich fraglich ist, ob die Werke Segerstams wirklich als \u201eSymphonien\u201c zu bezeichnen sind). Im Falle Slonimskys l\u00e4sst sich wie auch bei Haydn sagen, dass seine symphonischen Werke allesamt Eigenst\u00e4ndigkeit und Substanz besitzen. Slonimsky besitzt ein Gesp\u00fcr f\u00fcr Orchestration und langanhaltende Spannung. Einmal gefundene Themenabschnitte kann der Russe \u00fcber mehrere Minuten ausdehnen, ohne dabei langweilig zu werden; genau im richtigen Moment bringt er neues Material hinein. Mit gro\u00dfen Besetzungen wei\u00df Slonimsky ebenso umzugehen wie seine \u00e4lteren Kollegen Schostakowitsch und Prokofieff: volles Blech, Schlagwerk und gewaltige Choreins\u00e4tze \u00fcberw\u00e4ltigen den H\u00f6rer jedes Mal aufs Neue.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Anbetracht seiner langen Schaffenszeit m\u00f6chte man die beiden hier zu h\u00f6renden Werke beinahe als Fr\u00fchwerke titulieren, wenngleich Slonimsky bei Komposition der 2. Symphonie schon auf die 50 zuging und er die Kantate mit \u00fcber 30 schrieb. Sie besitzen gro\u00dfen Programmwert und ich rechne Northern Flowers hoch an, solche Sch\u00e4tze aus den Archiven zu holen. Bedauernswerterweise \u00fcberzeugt die CD weder in ihrer Aufmachung, noch ihrer Klangqualit\u00e4t, ihres Booklettextes oder der k\u00fcnstlerischen Leistung \u2013 weshalb die Qualit\u00e4t der Musik f\u00fcr sich alleine steht, um diese CD doch den Fans russischer Musik ans Herz zu legen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erst k\u00fcrzlich verstorbene Gennady Rozhdestvensky dirigiert in dieser Aufnahme keineswegs schlecht, ganz im Gegenteil: In technischer Perfektion leitet er die Musiker pr\u00e4zise und holt alle noch so verborgenen Stimmen in den Vordergrund \u2013 und dies ist nicht einfach bei einer so dichten und vielstimmigen Musik wie der von Slonimsky. Mir fehlt jedoch die Lebendigkeit und Frische der Auff\u00fchrung, die hier einer Oberfl\u00e4chlichkeit und Routine weicht. Rozhdestvensky ist ein Uhrwerk: Vollkommen exakt, aber gleichf\u00f6rmig. \u00dcberzeugen k\u00f6nnen allerdings die Solisten, Yuri Semyonov bringt inniges Gef\u00fchl in seine Orgelpartie und sticht regelrecht hervor, indem er seine Kl\u00e4nge sich entfalten l\u00e4sst, und die beiden Vokalsolisten holen echt russische Kernigkeit in die Kantate, pr\u00e4sent geben sich ihre Stimmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>[Oliver Fraenzke, Juli 2018]<\/strong><\/p>\n<pre><a href=\"https:\/\/partner.jpc.de\/go.cgi?pid=116&amp;wmid=cc&amp;cpid=1&amp;target=https:\/\/www.jpc.de\/jpcng\/classic\/detail\/-\/art\/mikhaylovich-symphony-no-2\/hnum\/8118608\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2653\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/N7-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"100\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/N7-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/N7-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/N7.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 100px) 100vw, 100px\" \/>   <strong>Bestellen bei jpc<\/strong><\/a><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Northern Flowers, NF\/PMA 99123; EAN: 5 055354 481239 Sergey Mikhaylovich Slonimsky: Symphony Nr. 2, A voice from the chorus; Leningrader Philharmoniker, Gennady Rozhdestvensky Sergey Mikhaylovich Slonimsky z\u00e4hlt zu den namhaftesten russischen Komponisten und Pianisten der Gegenwart. 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