{"id":2897,"date":"2018-11-03T20:54:01","date_gmt":"2018-11-03T19:54:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=2897"},"modified":"2018-11-03T20:54:01","modified_gmt":"2018-11-03T19:54:01","slug":"von-brahms-bis-gegenwart","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2018\/11\/03\/von-brahms-bis-gegenwart\/","title":{"rendered":"Von Brahms bis Gegenwart"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Gramola 99172, EAN: 9 003643 991729<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2898\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/N0054-300x268.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"268\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/N0054-300x268.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/N0054.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Johannes Brahms, Iv\u00e1n Er\u00f6d: Klavierwerke; Senka Brankovic (Klavier)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die \u00f6sterreichische Pianistin Senka Brankovic \u00a0spielt Klavierwerke von Johannes Brahms und Iv\u00e1n Er\u00f6d f\u00fcr Gramola. Von Brahms h\u00f6ren wir die 7 Fantasien op. 116 und die 4 Klavierst\u00fccke op. 119, aus der Feder Er\u00f6ds erklingen die Brahms Variationen op. 57. Die Aufnahme entstand in Kooperation mit Fazioli auf einem Modell F 278 in der Fazioli-Konzerthalle.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Klavier begleitete die Kompositionslaufbahn von Johannes Brahms von Anfang bis Ende. Schon seine ersten an die \u00d6ffentlichkeit gebrachten Werke verk\u00fcndeten seine Ambitionen: die gro\u00dfformatigen und virtuosen Klaviersonaten opp. 1, 2 und 5. Gegen Ende seines Lebens setzt Brahms erneut einen Schwerpunkt auf Werke f\u00fcr dieses Instrument, jedoch nicht mehr in zusammenh\u00e4ngenden Gro\u00dfformen, sondern mit eher kurzen und auf das Wesentlichste reduzierten Einzelst\u00fccken, die er in nicht zwingend zusammengeh\u00f6rige Zyklen b\u00fcndelte. Die musikalische Substanz erscheint hier hoch konzentriert und auf den Punkt gebracht, jede Note offenbart einen neuen Aspekt, der zu einer beispielslosen Geschlossenheit f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gute 100 Jahre nach Brahms kam in Ungarn Iv\u00e1n Er\u00f6d auf die Welt, der sich nach Anf\u00e4ngen im Bereich der Zweiten Wiener Schule einer neuen Form der Tonalit\u00e4t zuwandte und durch seinen Lehrer P\u00e1l Kadosa ein gl\u00fchender Verehrer der Musik von Brahms wurde. Ein Auftrag von Andr\u00e1s Schiff 1999 war schlie\u00dflich ausschlaggebend, sich ganz intensiv mit seinem Idol auseinanderzusetzen und ein umfangreiches Variationswerk \u00fcber die sechste der sieben Fantasien op. 116 zu schreiben. Die Musik leitet zu Brahms hin und von dort f\u00fchrt sie uns bis in die Gegenwart, greift Elemente von Messiaen auf, von Webern, Kod\u00e1ly und anderen, spielt mit Ragtime, ungarischer Musik und sogar dem Radetzky Marsch. Gegen Ende verneigt sich schlie\u00dflich eine Fuge vor Brahms\u2018 ausgefeilter Satztechnik und ein \u201aungarischer Epilog\u2018 schlie\u00dft die Trias zwischen Brahms, Schiff und Er\u00f6d.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der feingliedrige wie pr\u00e4zise Anschlag des Fazioli-Fl\u00fcgels schmeichelt der Kernigkeit von Brahms und verleiht ihr zus\u00e4tzliches Volumen; auch die Musik Er\u00f6ds kommt auf dem italienischen Instrument gut zur Geltung. Brankovic \u00fcberzeugt vor allem in den 7 Fantasien op. 116 durch pr\u00e4sentes Spiel und logische Verkn\u00fcpfung der einzelnen Strukturelemente. Sie findet einen guten Mittelweg zwischen romantisch-lyrischem und geerdetem, unverf\u00e4lschtem Spiel. In den 4 Klavierst\u00fccken op. 119 kommt die Hauptmelodie nicht immer zum Tragen, vor allem in den ersten beiden Intermezzi. Dort verliert die Melodie ihre Kontur, da Senka Brankovic die einzelnen Perioden nicht in sich schlie\u00dft, sondern unbeirrt weiterflie\u00dfen l\u00e4sst, wodurch der H\u00f6rer die Orientierung verliert. In Er\u00f6ds Variationen op. 57 kann die Pianistin ihre gesamte Stilpalette pr\u00e4sentieren und durch manch einen hinrei\u00dfenden Klangeffekt bestechen, vor allem in den moderner angehauchten Variationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>[Oliver Fraenzke, Oktober 2018]<\/strong><\/p>\n<pre><a href=\"https:\/\/partner.jpc.de\/go.cgi?pid=116&amp;wmid=cc&amp;cpid=1&amp;target=https:\/\/www.jpc.de\/jpcng\/classic\/detail\/-\/art\/klavierwerke\/hnum\/8706607\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><img class=\"alignnone size-medium wp-image-2898\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/N0054-300x268.jpg\" alt=\"\" width=\"100\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/N0054-300x268.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/N0054.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\u00a0\u00a0 Bestellen bei jpc<\/strong><\/a><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gramola 99172, EAN: 9 003643 991729 Johannes Brahms, Iv\u00e1n Er\u00f6d: Klavierwerke; Senka Brankovic (Klavier) Die \u00f6sterreichische Pianistin Senka Brankovic \u00a0spielt Klavierwerke von Johannes Brahms und Iv\u00e1n Er\u00f6d f\u00fcr Gramola. Von Brahms h\u00f6ren wir die 7 Fantasien op. 116 und die 4 Klavierst\u00fccke op. 119, aus der Feder Er\u00f6ds erklingen die Brahms Variationen op. 57. Die &hellip; <a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2018\/11\/03\/von-brahms-bis-gegenwart\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Von Brahms bis Gegenwart<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[668,2901,337,2902],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2897"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2897"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2897\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2899,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2897\/revisions\/2899"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2897"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2897"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2897"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}