{"id":3177,"date":"2019-04-18T18:00:42","date_gmt":"2019-04-18T16:00:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=3177"},"modified":"2019-04-14T18:08:53","modified_gmt":"2019-04-14T16:08:53","slug":"orchestermusik-vom-spanischen-mozart","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2019\/04\/18\/orchestermusik-vom-spanischen-mozart\/","title":{"rendered":"Orchestermusik vom \u201espanischen Mozart\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Chandos, CHAN 20077; EAN: 0 95115 20772 7<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/N0097.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3178\" width=\"307\" height=\"307\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/N0097.jpg 600w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/N0097-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/N0097-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 307px) 100vw, 307px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/MustListener.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2902\" width=\"198\" height=\"125\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/MustListener.jpg 403w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/MustListener-300x189.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><figcaption><strong><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/the-must-listener\/\">[The Must Listener]<\/a><\/strong><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><em>Juanjo Mena leitet das BBC Philharmonic mit Orchesterwerken von Juan Cris\u00f3stomo de Arriaga. Wir h\u00f6ren die Ouvert\u00fcre zu \u201eLos esclavos felices\u201c (Die gl\u00fccklichen Sklaven), die Ouvert\u00fcre D-Dur op. 20 und die Symphonie \u00e0 grand orchestre d-Moll sowie die zwei von der Sopranistin Berit Norbakken Solset unterst\u00fctzten Werke: Die Kantate Herminie und die Arie aus der Oper M\u00e9d\u00e9e \u201aHyman! Viens dissiper une vaine frayeur\u2018.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen nur erahnen, welch gro\u00dfartige Musik uns Juan\nCris\u00f3stomo de Arriaga noch hinterlassen h\u00e4tte, w\u00e4re er nicht wenige Tage vor\nseinem zwanzigsten Geburtstag an einem Lungenleiden gestorben. Sein fr\u00fcher Tod\nund die dennoch ausgesprochen reife Musik des Komponisten haben ihm sp\u00e4ter den\nBeinamen \u201espanischer Mozart\u201c verliehen; nach seiner ersten Wiederentdeckung\ndurch seinen Gro\u00dfneffen Emiliano de Arriaga rankten sich regelrecht Mythen um\nLeben und Schaffen des Wunderkindes. Belegt ist heute, dass er nach ersten\nVersuchen als Geiger und Komponist nach Paris zog, um sich gr\u00fcndlich ausbilden\nzu lassen. Dort studierte er bei F\u00e9tis und sp\u00e4ter bei Baillot, wurde allem\nAnschein nach aber auch ma\u00dfgeblich von Luigi Cherubini unterst\u00fctzt, wodurch er\ndie Musik Beethovens kennenlernte, was ihn zu seinen drei Streichquartetten\nanregte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das fr\u00fcheste Werk dieser CD ist die Ouvert\u00fcre in D-Dur, auf\nderen Titelseite der damals 15-j\u00e4hrige Arriaga sogar vermerkte, dass er sie\nohne das Wissen um Harmonielehre komponierte, die anderen Werke schrieb oder\nrevidierte er in Paris. Herminie sollte das letzte fertiggestellte Werk des\nKomponisten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Juanjo Mena besch\u00e4ftigt sich seit vielen Jahren mit dem\nSchaffen des \u201aspanischen Mozarts\u2018, so wirkte er beispielsweise an der 2006 von\nChristophe Rousset ver\u00f6ffentlichten kritischen Edition des Gesamtwerks von\nArriaga mit. Hier erleben wir ihn als einf\u00fchlsamen und pr\u00e4senten Dirigenten\nerster G\u00fcte. Aufmerksam tastet er sich in Arriagas Klangwelt hinein und holt\ngenau das aus den Partituren heraus, was sich auch in ihnen befindet. Er\nverzichtet auf jede Art der Zurschaustellung oder willk\u00fcrlichen Interpretation\nzugunsten einer lebendigen und damals wie heute aktuellen Darstellung der\nMusik. Das BBC Philharmonic h\u00e4lt er als Einheit zusammen und mei\u00dfelt selbst die\nsubtil-unauff\u00e4lligen Nebenstimmen zum Gesamtbild passend aus dem Orchester\nheraus: Sie gehen weder unter, noch st\u00f6ren sie die Hauptstimme; sie f\u00fcgen sich\nein und bereichern das Geschehen. Besondere Aufmerksamkeit verdient der\nSopranistin Berit Norbakken Solset, die durch ihre weiche Stimme und den\nanschmiegsamen Tonfall ideal zu der farbenreichen wie ausdrucksstarken Musik\nArriagas passt. In Herminie pr\u00e4sentiert sie unpr\u00e4tenti\u00f6s und leichtf\u00fc\u00dfig die\nFlexibilit\u00e4t ihrer Stimme, von samtig bis durchschlagend kr\u00e4ftig, jedoch immer kontrolliert\nund auf das Orchester angepasst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Oliver Fraenzke,\nApril 2019]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chandos, CHAN 20077; EAN: 0 95115 20772 7 Juanjo Mena leitet das BBC Philharmonic mit Orchesterwerken von Juan Cris\u00f3stomo de Arriaga. 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