{"id":3495,"date":"2019-10-02T06:35:26","date_gmt":"2019-10-02T04:35:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=3495"},"modified":"2019-10-02T06:35:29","modified_gmt":"2019-10-02T04:35:29","slug":"lacrimae-lyrae-tears-of-exile","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2019\/10\/02\/lacrimae-lyrae-tears-of-exile\/","title":{"rendered":"Lacrimae Lyrae  &#8211; Tears of Exile"},"content":{"rendered":"\n<p>Fuga Libera Fug 763 (Outhere Music), EAN: 5400439007536<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/N0148.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3496\" width=\"293\" height=\"258\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/N0148.jpg 600w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/N0148-300x264.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Crossover mit der Musik\nvon John Dowland (1562-1626) gab und gibt es in allen m\u00f6glichen \u2013 auch\ninstrumentalen \u2013 Zusammenstellungen. Ob mit modernen Instrumenten oder\nhistorisch, die Musik des \u201eGolden Age of English Music\u201c hat ihre Faszination\nbis heute bewahrt: Auch Sting hat ja vor Jahren ein Dowland-Projekt in sein\nRepertoire aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber diese\nZusammenstellung mit dem griechischen Lyra-Spieler Sokratis Sinopoulos spielt\nin einer ganz anderen, eigenen Liga \u2013 um es flapsig auszudr\u00fccken. Anders als\nbei der Geige oder Gambe wird bei der griechischen Lyra nicht auf die Saite\ngegriffen sondern \u2013 neben ihr, das hei\u00dft, die Saite ber\u00fchrt den Nagel der\nentsprechenden linken Hand. Das erzeugt einen Ton, der sofort&nbsp; ein wenig \u201eschnarrt\u201c, der Obertongehalt ist\n\u00e4hnlich wie bei einer Sitar. Und indem Sinopoulos ein absoluter K\u00f6nner auf\nseinem Instrument ist, mit allen Segnungen des Orients \u2013 was man vor allem an\nseinem Melodie-Gef\u00fchl und der Agogik merkt \u2013, ist es ein sehr aufregendes und\nbeeindruckendes Zusammentreffen mit dem franz\u00f6sischen Gamben-Ensemble\nL\u2019Ach\u00e9ron.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die sieben Pavanen,\ndie der Dowland\u2019schen Komposition ihren Name geben, oder die dazwischen\neingeschobenen T\u00e4nze, Dowlands G\u00f6nnern gewidmet, die St\u00fccke bekommen in der\nAusf\u00fchrung dieser f\u00fcnf Musiker eine neue Bedeutung, neue Klanglichkeit und\ndamit neue Spannung, wie sie Dowlands Musik durchaus angemessen ist. Ebenso die\nimprovisatorischen Einsch\u00fcbe, angeregt von der dichten Polyphonie des Originals,\ndie zeigen, wie zeitlos und selbstverst\u00e4ndlich die Ideen und Kl\u00e4nge von einst\nund jetzt miteinander eine faszinierende und h\u00f6chste anregende Verbindung\neingehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei anzumerken ist,\ndass sich die vier Gamben-Spieler durchaus nicht immer nur an ihre sonst\n\u00fcblichen durchg\u00e4ngigen Melodien anhand der Noten halten, sie variieren ihre\n\u201eBegleitung\u201c in reichem Ma\u00df und bilden zusammen mit dem \u00e4usserst \u00fcberzeugenden\nMelodie-Spiel der Lyra ein neuartiges Ganzes, das die Unsterblickeit der Musik\ndes John Dowland wieder einmal eindrucksvollst zu Geh\u00f6r bringt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Ulrich Hermann, September 2019]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fuga Libera Fug 763 (Outhere Music), EAN: 5400439007536 Crossover mit der Musik von John Dowland (1562-1626) gab und gibt es in allen m\u00f6glichen \u2013 auch instrumentalen \u2013 Zusammenstellungen. 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