{"id":3530,"date":"2019-10-28T21:46:35","date_gmt":"2019-10-28T20:46:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=3530"},"modified":"2019-10-28T21:46:36","modified_gmt":"2019-10-28T20:46:36","slug":"die-kunst-der-kunst-der-fuge","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2019\/10\/28\/die-kunst-der-kunst-der-fuge\/","title":{"rendered":"Die Kunst der \u201eKunst der Fuge\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Freitag, 25. Oktober 2019 in Salzburg, Campus der Rudolf Steiner-Schule,  Dorothea Porsche Saal  &#8211; Konzert \u201eKunst der Fuge\u201c ; Christoph Schl\u00fcren, Dirigent; Salzburg Chamber Soloists (Leitung: Lavard Skou-Larsen); Werke von Bach, Schwarz-Schilling, Schumann und Aho<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge &#8211; Contrapunctus I &#8211; XI; Finale, Quadrupelfuge, unvollendet; Choral, Vor Deinen Thron trete ich hiermit; Spiegelungen I und II a 4; Robert Schumann (1810-1856) Orgelfuge g-Moll \u00fcber BACH Op.60\/3 a 4 2019 transkribiert von Dan Turcanu; Reinhard Schwarz-Schilling (1904-1985) Studie \u00fcber BACH a 3; Finale Quadrupelfuge, 2012 vollendet von Kalevi Aho (geb.1949)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Er ist und bleibt das A&amp;O der\nMusik, Johann Sebastian Bach. Das ist die ganz einfache (?) Feststellung nach\ndem gestrigen Konzert im Dorothea Porsche Saal im Salzburger Odeion.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer Einf\u00fchrung mit dem Dirigenten des Abends, Christoph Schl\u00fcren, begann um 19 Uhr mit dem Contrapunctus 1 ein Abend der \u00fcberw\u00e4ltigenden Musik. Die Salzburger Chamber Soloists mit ihrem Konzertmeister Lavard Skou-Larsen musizierten unter der Leitung des M\u00fcnchener Dirigenten Christoph Schl\u00fcren ein intensives Programm mit ausgew\u00e4hlten St\u00fccken aus dem letzten Meisterwerk Bachs, der \u201eKunst der Fuge\u201c. Und was f\u00fcr eine Kunst sich da entfaltetete! Immer neue und unvermutete Aspekte des Eingangs-Themas wurden aufgebl\u00e4ttert und im Entstehen aus der Taufe gehoben. Geleitet vom gelassenen und dennoch energischen Dirigieren wurde dieser Riesen-Kosmos aus Kl\u00e4ngen, Rhythmen, Harmonien und Stimmf\u00fchrungen von den mit intensivstem geistig-seelisch-musikalisch spielenden Musikerinnen und Musikern zum h\u00f6rgewaltigen Erleben. Was waren in den vertracktesten Kombinationen, den ausgefeiltesten Zusammenkl\u00e4ngen, den kraftvollsten Durchdringungen der einzelnen Stimmen f\u00fcr Offenbarungen vor unsere Ohren, Augen und Herzen gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle 11 Contapuncti \u2013 jeder\neinzelne eine eigene Welt \u2013 offenbarten nicht nur die unglaubliche und immer\nwieder aufs Neue faszinierende Meisterschaft des \u201eAlten Bach\u201c, sie gaben im\nzweiten Teil auch den N\u00e4hrboden f\u00fcr zwei Kompositionen von&nbsp; Robert Schumann und Reinhard\nSchwarz-Schilling und regten eben auch den finnischen Komponisten Kalevi Aho\n2012&nbsp; zu der Vollendung der letzten Fuge\nan. Welche Steigerung auch oder gerade heute m\u00f6glich ist, zeigte dieser\nKomponist und mit ihm die auf allerh\u00f6chstem Niveau Spielenden. Die schier bis zu\neiner unm\u00f6glich scheinenden Ausbreitung der Kontrapunktik und der musikalischen\nEnergie lie\u00df einen denkw\u00fcrdigen Abend ausklingen, der sicher zum allertiefsten\ngeh\u00f6rt, was ich bisher in meinem Leben erleben durfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank an alle Beteiligten f\u00fcr diesen Abend!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Ulrich Hermann, Oktober 2019]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 25. 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