{"id":3584,"date":"2019-11-28T08:06:00","date_gmt":"2019-11-28T07:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=3584"},"modified":"2019-11-29T08:10:11","modified_gmt":"2019-11-29T07:10:11","slug":"es-ist-wichtig-mit-allen-sinnen-hinein-zu-finden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2019\/11\/28\/es-ist-wichtig-mit-allen-sinnen-hinein-zu-finden\/","title":{"rendered":"\u201eEs ist wichtig, mit allen Sinnen hinein zu finden!\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Romain Nosbaum im Gespr\u00e4ch \u00fcber seine neue CD \u201eSaudades\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeit zu haben ist f\u00fcr den luxemburgischen Pianisten Romain\nNosbaum die wichtigste Ressource, um k\u00fcnstlerisch aufzutanken, sich in neue\nProjekte hinein zu versenken, die Essenz reifen zu lassen. Die Idee f\u00fcr seine\naktuelle CD kam ihm im letzten Jahr, als die kalte, dunkle Jahreszeit herauf\nzog. Spanien und S\u00fcdamerika standen als aktuelles musikalisches Reiseziel auf\nder Agenda. Das Programm beginnt mit einer sehnsuchtsvollen Fantasiereise aus\nEnrique Granados \u201eGoyescas\u201c, in denen Francisco de Goyas tiefgr\u00fcndige Bilder\nihren Widerhall finden. Darauf folgen Musikst\u00fccke von spanischen und\nbrasilianischen Komponisten. Sie verdichten einen Zustand, f\u00fcr den es in der\nportugiesischen Sprache das Wort \u201esaudades\u201c gibt. Das ist ein sehr universelles\nWort, es steht f\u00fcr Fernweh, Sehnsucht, Liebe, Freude, Trauer. Vielleicht alles\nzugleich. In unserer nordisch-westlichen, rationalisierten Welt gibt es dieses\nWort nicht \u2013 wen wundert es!?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Das Interview f\u00fchrte Stefan Pieper<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was war die Initialz\u00fcndung zu diesem spanisch-s\u00fcdamerikanischen\nProjekt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die kam eher zuf\u00e4llig etwa vor einem Jahr.\nDrau\u00dfen war es kalt und ich h\u00f6rte solche Musik. Ich sp\u00fcrte, so etwas will ich\njetzt selber machen. Da flie\u00dfen viele pers\u00f6nliche Erlebnisse mit ein. Ich war\nja selbst viel im S\u00fcden, vor allem in Brasilien und habe dort viel Zeit in\nkleinen L\u00e4den mit Livemusik verbracht und war immer fasziniert. Da gibt es so\nviel Musik, die hier niemand kennt. Also nahm ich mir Zeit, dies n\u00e4her zu\nerforschen. Hinzu kommt, dass ich lange mit einer Person zusammen war, die aus\nBrasilien kommt. Das alles hat mich schon stark gepr\u00e4gt. Ich bin viel gereist,\nwar vor allem an der K\u00fcste unterwegs. Man kann dort so viel unmittelbare\nEmotion sp\u00fcren. Das ist alles ohne Filter dort und kommt wirklich von Herzen!\nDie Mentalit\u00e4t ist sehr direkt und die Menschen \u00fcberlegen nicht dreimal, bevor\nsie etwas sagen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gibt es einen Unterschied zwischen den gro\u00dfen St\u00e4dten und dem\nkulturellen Leben auf dem Land?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich war ja viel in den K\u00fcstenregionen. Das\nLeben ist dort schon anders als in den St\u00e4dten. Die echte, authentische Musik\nkommt vor allem von dort her, was ich gerade in den vielen Caf\u00e9s immer neu\nerlebt habe. Es ist so faszinierend \u2013 diese Stimmen, dieses Rhythmusgef\u00fchl!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Kompositionen auf der CD sind nat\u00fcrlich in erster Linie\nraffinierte Kunstmusik. Wie widerspiegelt sich in der Dramaturgie die popul\u00e4re\nMusik?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Programm ist so aufgebaut, dass es mit\nden \u201eklassischsten\u201c Werken beginnt. Die beiden St\u00fccke von Enrique Granados zum\nBeispiel sind noch sehr \u201eklassisch\u201c geschrieben mit viel Polyphonie. Nach und\nnach geht es aber in immer popul\u00e4rere Richtungen, nachher dann etwa mit Ernesto\nLecuonas Danzas Cubanas, dann zum Schluss Marlos Nobres St\u00fcck \u201eFrevo\u201c. Sehr\npopul\u00e4r ist auch Luisa Sobras \u201eAmarpelos dois\u201c.&nbsp;\nMan kann schon sagen, dass die s\u00fcdeurop\u00e4ische Musik schon viel\nklassischer verwurzelt ist, als etwas die cubanischen St\u00fccke.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie sind Sie auf die St\u00fccke gesto\u00dfen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe einige meiner besten\nMusikerfreunde kontaktiert \u2013 vor allem einen in Brasilien. Der kennt viele\nWerke und hat mir Vorschl\u00fcge gemacht. Es gibt schon viele tolle Sachen f\u00fcr\nKlavier. Nicht alles ist unbedingt sehr pianistisch, aber es klingt immer gut.\nEs lohnt sich au\u00dferordentlich, vor Ort die Bibliotheken zu durchst\u00f6bern. Es\ngibt mittlerweile auch gute online-Dokumentationen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber es finden sich ja auch viele moderne Farben in den St\u00fccken.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das stimmt. Es ist alles sehr unmittelbar\naufeinander bezogen und ber\u00fchrt sich. Das merkt man vor allem bei der Sonatina\nvon Carlos Guastavino. Da klingt so manches typisch romantisch, fast\nfranz\u00f6sisch, so dass es von Debussy oder Ravel sein k\u00f6nnte mit Rhythmen, die\ns\u00fcdl\u00e4ndisch wirken. Guastavino ist hier sicherlich von Debussy und Ravel\ninspiriert worden.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umgekehrt hat sich Debussy ja auch m\u00e4chtig bei solchen\nEinfl\u00fcssen bedient!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich. Die Habanera ist ja so ein\ntypisches Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>War es Ihnen wichtig, diese enge Verbindung zwischen\nMusikstilen, Kulturen und auch Emotionen darzustellen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall. Deswegen kam ich ja auch\nauf das portugiesische Wort \u201eSaudades\u201c. Dieses Wort fasst so vieles zusammen.\nEs liegt so viel unendliches darin: Melancholie, Sehnsucht, Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hatten Sie als erstes dieses Wort im Sinn und haben daraufhin\nerst die Musik ausgesucht oder stand \u201eSaudades\u201c hinterher als Fazit im Raum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eher ist letzteres der Fall. Ich hatte erst\nMusik im Sinn, die ich gerne spielen wollte. Am Anfang standen die Goyescas von\nEnrique Grandados. Alles weitere hat sich daraus ergeben. Schnell wurde eine\ngro\u00dfe Einheit daraus \u2013 und die hat viel mit Seele zu tun. Das Wort \u201eSaudades\u201c\nergab sich dann als verbindende Assoziation, als gro\u00dfer gemeinsamer Nenner. Ich\nhabe das dann einfach so stehen gelassen, weil es passte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es ist doch bezeichnend, dass es dieses Wort in keinen\n\u00dcbersetzungen gibt. Was ist an diesem Wort spezifisch f\u00fcr die\nportugiesisch\/brasilianische Kultur?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort ist sehr undefinierbar, sogar in\nder Sprache selbst. Es hei\u00dft alles m\u00f6gliche: Das Verlangen nach einer Person\noder die Sehnsucht nach einem Land, Fernweh also. Das alles kommt in jedem\nSt\u00fcck vor. Ebenso liegen Melancholie und Tristesse und andererseits auch Freude\nstark beieinander.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>In unserer westeurop\u00e4ischen Mentalit\u00e4t ist ja alles rationaler\nund schablonenhafter. Alles hat seine Schublade, es gibt ein ausgepr\u00e4gtes\nentweder\/oder. Was f\u00fcr eine andere Mentalit\u00e4t haben Sie in S\u00fcdamerika\nentdeckt?&nbsp; <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem dieser Wechsel und diese\nGleichzeitigkeit von Gef\u00fchlen: Man kommt ganz schnell von einem Sentiment ins\nandere. Jemand \u00e4rgert sich drei Minuten lang aufs heftigste und ist danach\nwieder weg. Genauso verh\u00e4lt es sich auch in dieser Musik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was war Ihnen beim Spiel besonders wichtig, um diese Gemengelage\nabzubilden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es geht vor allem darum, die ideale Balance\nzu finden. Es ist wichtig, diese St\u00fccke blo\u00df nicht zu s\u00fc\u00dflich \u00fcberzuckert zu\nspielen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00fcrden Sie sagen, einige St\u00fccke f\u00fcllen diskografische L\u00fccken?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So direkt neu wei\u00df ich nicht. Ich h\u00f6re auch\ngar nicht so viele andere Interpretationen vorher, weil ich gerne eine eigene\nIdee selber verwirkliche. Einige St\u00fccke sind noch nie aufgenommen worden.\nWiederum andere sind nat\u00fcrlich sehr bekannt \u2013 das ber\u00fchmteste d\u00fcrfte wohl\nAsturias von Isaac Albeniz sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie arbeiten hier ja einen echt perkussiven Gestus heraus. Wie\nhaben Sie diese Technik entwickelt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich ist dieses St\u00fcck ja f\u00fcr\nGitarre geschrieben. Hier wird immer eine Note repetiert und alterniert. Als\nGitarrist kann man hier nicht viel falsch machen, wenn man die Saiten zupft. Es\nwar fast eine Art Obsession, einen vergleichbaren Effekt aus dem Klavier heraus\nzu kitzeln. Es bot sich hier an, auch mal eine Prise Scarlatti einzubringen. Es\nsollte wie ein Perpetuum mobile sein und im guten Sinne \u201eauf den Wecker gehen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00f6chten Sie neben dem pers\u00f6nlichen Erfahrungsgewinn auch dem\nPublikum etwas Neues vermitteln?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall! Ich freue mich, dass es im\ndeutschsprachigen Raum noch so vieles vermitteln gibt. Im franz\u00f6sischen Raum,\nder mir als Luxemburger nat\u00fcrlich auch sehr nah ist, gibt es einen gr\u00f6\u00dferen\nBezug zum Spanischen. Aber ich glaube nicht, dass zum Beispiel Wiener\n\u00fcblicherweise Konzerte mit solchem Repertoire erleben und auch in Luxemburg\nbetrete ich mit diesem Repertoire immer noch Neuland. Ich habe es k\u00fcrzlich in\nder Philharmonie aufgef\u00fchrt und dass war eine ganz neue, starke Erfahrung f\u00fcr\nmich: Ich war wirklich erstaunt, allein, weil ich ganz viele neue Menschen hier\nim Publikum gesehen habe \u2013 weit jenseits vom \u201enormalen\u201c gediegenen\nluxemburgischen Bildungsb\u00fcrgertum. Pl\u00f6tzlich waren ganz viele Portugiesen und\nauch Kapverdianer im Publikum.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gibt es einen kulturellen Patriotismus, der in die Konzerts\u00e4le\nlockt? Erlebnisse mit brasilianischen Musikern, die auch in Deutschland ihr\n\u201eeigenes\u201c Publikum haben, best\u00e4rken diesen Eindruck. Wenn ber\u00fchmte Musiker aus\nder heimischen Kultur spielen, scheint sich dies wie ein Lauffeuer\nherumzusprechen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df, was Sie meinen. Es gibt diese Legenden,\netwa Caetano Veloso oder Mariza. Einen solchen Effekt sp\u00fcre ich auch, wenn ich\nbrasilianische Musik auff\u00fchre. Ich habe mit vielen Brasilianern nach dem\nKonzert gesprochen, die waren unglaublich gl\u00fccklich und dankbar, dass sie \u201emal\nf\u00fcr eine Stunde zuhause\u201c waren, wie mir gesagt wurde. Die Leute f\u00fchlen sich\ngeehrt, dass man in einem kalten Land weit weg deren eigene Musik spielt. So\neine R\u00fcckmeldung gibt mir eine ganz neue Energie, die ich bei Klassikprogrammen\nzuweilen vermisse. Ich wusste, da sitzen Leute, die haben eine riesige Lust,\ndas zu h\u00f6ren. Das war wirkte unmittelbarer als beim normalen kritischen\nKonzertpublikum, das meist auf die Interpretation eines bekannten Werkes\nachtet. Mein neues Programm steht f\u00fcr einen sehr unmittelbaren Zugang, wo die\nMusik ohne Umwege zu den Menschen kommt. Der Abend in der Luxemburger\nPhilharmonie war ein echtes Erweckungserlebnis. Viele Menschen, die noch nie in\nder Philharmonie waren, hatten neue Erlebnisse und Vorurteile abgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fchlen Sie sich wie auf einer Mission bei so etwas?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich mache vor allem, was ich gerne mache.\nIch kann nicht etwas machen, bei dem ich mich nicht wohlf\u00fchle. Es muss eine\nrichtige Idee dahinter sein.Wenn ich s\u00fcdamerikanische Musik aufnehme, ist das\nintegrale, \u00fcbergreifende Programm sehr wichtig. Die gro\u00dfe Idee geht \u00fcber das\neinzelne einstudierte Werk weit hinaus. Deswegen habe ich auf Konzerten auch\nschon mal alles in einem Durchgang ohne Pausen gespielt. Denn, wenn ein Konzert\nzu viel in Zwischenapplaus zerf\u00e4llt, geht viel von der Magie verloren, die\nm\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was machen Sie anders als viele Ihrer Kollegen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele junge Musiker von heute lassen sich\nnur auf Leistung trimmen- das hat mich noch nie interessiert. Ich hatte einst\ngar nicht so sehr die gro\u00dfe Karriere im Visier, sondern habe Klavier studiert,\num zu unterrichten. Wettbewerbe haben mich auch nicht interessiert. Aber ich\nbekam immer mehr Lust am Spielen. Der Wunsch, aufzutreten, nahm langsam, aber\nsicher Gestalt an. Alles passierte ohne jeden Druck. Vielleicht ist dies meine\ntiefe Weisheit. Vor allem m\u00f6chte ich etwas mit Menschen teilen. Es geht doch\nnicht ums eitle Imponieren, stattdessen birgt Musik doch die gro\u00dfe Chance, eine\nGemeinsamkeit mit anderen zu Menschen finden. Musik soll doch ehrlich sein und\nWahrheit, aber auch Sch\u00f6nheit transportieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ich h\u00f6re bei allem heraus, dass Sie sehr gern der Sache auf den\nGrund gehen. Wie hat sich diese Haltung bei Ihnen entwickelt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich brauche relativ lange, bis ich Sachen\nf\u00fchle. Dass ich den Weg finde und erkenne, was ich machen will. Was ich hier\nauf der CD vorliege ist im Vergleich etwa zu Mozart oder Bach eine sehr freie,\nimaginative Musik. Es ist wichtig, hier erst mal mit allen Sinnen hinein zu\nfinden. Viele andere Pianisten sind oft sehr ungeduldig oft. Ich will mir aber\nm\u00f6glichst viel Zeit nehmen, um die die St\u00fccke ausgiebig zu lernen. Das\nbeinhaltet auch, dass ich aus Prinzip immer auswendig spiele. Ich bin ein sehr\nintuitiver Mensch. Aber ich bin auch sehr rational in meinen Gef\u00fchlen. Ich\nlasse es gehen, aber ich wei\u00df auch, wie ich es gehen lasse. Und dabei eine Idee\nfinde, das gro\u00dfe Ganze wieder zu b\u00fcndeln. Also die Affekte in einer Musik zu\nb\u00fcndeln wie die Gef\u00fchle in diesem Wort. Musik ohne Spannung lebt nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind die Lebensbedingungen f\u00fcr Musiker in Luxemburg besser?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind schon unter einem gewissen Druck,\nkenne ein paar Musiker. Aber Kulturschaffende bekommen viel finanzielle\nUnterst\u00fctzung. Das ist absolut genial bei uns. Da haben wir haben ein\nRiesengl\u00fcck. Trotzdem haben wir starke Konkurrenz, vor allem, weil hier alles\nso lokal ist. Aber ich halte mich auch manchmal fern davon, das hilft mir,\nmeinen eigenen Weg zu machen. Trotz aller Gelassenheit bin ich auch sehr\ndiszipliniert und verlange viel von mir. Manchmal brauche ich auch Distanz, um\ndie Musik immer aufs neue frisch anzugehen. Das beinhaltet auch Alltagsrituale:\nAbends mache ich den Klavierdeckel zu und h\u00f6re dann sehr gerne Jazz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Romain Nosbaum im Gespr\u00e4ch \u00fcber seine neue CD \u201eSaudades\u201c Zeit zu haben ist f\u00fcr den luxemburgischen Pianisten Romain Nosbaum die wichtigste Ressource, um k\u00fcnstlerisch aufzutanken, sich in neue Projekte hinein zu versenken, die Essenz reifen zu lassen. 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