{"id":3604,"date":"2019-12-13T09:10:00","date_gmt":"2019-12-13T08:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=3604"},"modified":"2019-12-14T09:21:05","modified_gmt":"2019-12-14T08:21:05","slug":"gerade-im-winter-komm-holder-lenz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2019\/12\/13\/gerade-im-winter-komm-holder-lenz\/","title":{"rendered":"Gerade im Winter: Komm, holder Lenz"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Stadttheater Schweinfurt Samstag 23. November 2019 19 Uhr 30<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>Die Jahreszeiten<\/strong>: <strong>Oratorim von Joseph Haydn (1732-1809)<\/strong> &#8211; <strong>Text: &nbsp;Gottfried van Swieten (1733-1803)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Hanne, Sopran: Anna Nesyba \/ Lukas, Tenor: Falk Hoffmann \/ Simon, Bass: Eric Fergusson &#8211; Liederkranz Schweinfurt, Konzertchor Bad Kissingen, Orchester Ensemble W\u00fcrzburg (Leitung: Matthias G\u00f6ttemann, Hermann Freibott)<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/N0170.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3606\" width=\"396\" height=\"297\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/N0170.jpg 320w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/N0170-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 396px) 100vw, 396px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zu Beginn begr\u00fcsste Matthias G\u00f6ttemann die G\u00e4ste und die Musikerinnen und Musiker, wies auf das heutige Jubil\u00e4um des Schweinfiurter Chores und die Patenschaft f\u00fcr den Bad Kissinger Konzertchor hin, musste allerdings auch ansagen, dass der Tenor des Abends, Falk Hoffman, indisponiert sei, und deswegen ein Teil seiner Rezitative und Arien von seiner Kollegin und seinem Kollegen \u00fcbernommen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann \u00fcbergab er die Stabf\u00fchrung dem Kissinger Chorleiter,\nder den ersten Teil, den Fr\u00fchling, leitete. Darin nat\u00fcrlich auch die ber\u00fchmte\nArie der Hanne \u201eKomm, holder Lenz\u201c, die schon eine&nbsp; erste Glanzleistung der Solistin war.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum zweiten Teil, allen \u00fcbrigen Jahreszeiten, kam dann Matthias G\u00f6ttemann als Dirigent, und der Sommer brachte dann alle Beteiligten so richtig in Schwung. Auch wenn der Text des Librettos von Baron van Swieten teilweise doch sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig ist: was Joseph Haydn daraus gemacht hat, ist bewundernswert. In allen Stilrichtungen ist er zu Hause, schreibt Fugen, die den H\u00e4ndelschen nicht nachstehen, kann aber auch harmonisch zum \u00c4ussersten greifen, neben den Secco-Rezitativen stehen welche, die vom Orchester begleitet werden, neben hellsten Melodien und Kl\u00e4ngen f\u00fcr den Sommer stehen dunkle und d\u00fcstere Kl\u00e4nge f\u00fcr Herbst und Winter, ein unaufh\u00f6rlicher Strom an sch\u00f6nster Musik und ohrwurmhaften Melodien ergiesst sich w\u00e4hrend der anderthalb-st\u00fcndigen Darbeitung der entz\u00fcckten und auch immer wieder verbl\u00fcfften Zuh\u00f6rerschar im fast ausverkauften Schweinfurter Theater.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich war man gespannt, wie der Fast-Ausfall des\nTenorsolisten \u00fcberbr\u00fcckt werden k\u00f6nnte, aber tats\u00e4chlich lie\u00dfen Anna Nesyba und\nEric Fergusson keine Zweifel aufkommen, dass sie in der Lage waren, sich dieser\nschwierigen Aufgabe sehr gekonnt zu stellen. Von Enrico Caruso heisst es, dass\nauch er in der \u201eMet\u201c mal die Partie eines verhinderten Bass-Kollegen mit\n\u00fcbernahm.<\/p>\n\n\n\n<p>Und zu den Trio-St\u00fccken gesellte sich Falk Hoffmann \u2013 so\ngut seine Indisponiertheit es zulie\u00df \u2013 dazu. <\/p>\n\n\n\n<p>Von besonderem Reiz waren nat\u00fcrlich die Stellen, wo beide\nCh\u00f6re ihr K\u00f6nnen unter Beweis stellen konnten.&nbsp;\nAngefeuert vom \u00fcberzeugenden und mitreissenden Dirigat von Matthias\nG\u00f6ttemann liefen allen Beteiligten \u2013 Musiker, Solisten und Ch\u00f6re \u2013 zu absoluter\nHochform auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder einmal stellte sich der \u201eAlte Pappa Haydn\u201c, der\ndoch allzuoft im Schatten Mozarts und Beethovens steht, als nicht nur ebenb\u00fcrtig\nsondern aus genauso einzigartig in seinen Werken dar wie diese.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfartiger Abend der mit gro\u00dfem Beifall und vielen\nBlumen das Publikum beschenkt in den Abend entlie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ulrich\nHermann November 2019 M\u00fcnchen<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadttheater Schweinfurt Samstag 23. 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