{"id":3681,"date":"2020-01-29T11:11:00","date_gmt":"2020-01-29T10:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=3681"},"modified":"2020-01-30T08:55:18","modified_gmt":"2020-01-30T07:55:18","slug":"matinee-neujahrskonzert-vivaldi-und-johann-strauss-sohn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2020\/01\/29\/matinee-neujahrskonzert-vivaldi-und-johann-strauss-sohn\/","title":{"rendered":"Matinee Neujahrskonzert Vivaldi und Johann Strauss (Sohn)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Sonntag,\n12. Januar 2020 Herkulessaal Kammerphilharmonie dacapo <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Antonio Vivaldi (1676-1741) Die Vier Jahreszeiten <\/strong> (Solist: Simon Luethy, Stefan Moser, Cembalo <\/p>\n\n\n\n<p><strong>St\u00fccke von Johann Strauss (1825-1899)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/N0185-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3682\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/N0185-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/N0185-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/N0185-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/N0185-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/N0185-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt die Welt, so wie sie sich derzeit darstellt, oder dargestellt wird.\nUnd dann gibt es die v\u00f6llig andere, die kaum Schlagzeilen macht, die aber der\nungeheuer wichtige Gegenpol ist, ohne den man in absolute Verzweiflung fallen\nk\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich spreche vom Neujahrskonzert der Kammerphilharmonie dacapo am vergangenen Sonntag im Herkuslessaal. Den ersten Teil bildete, wie \u00fcblich bei den Neujahrskonzerten der Kammerphilharmonie Vivaldis Vier Jahreszeiten. Der Solist war der kaum zwanzigj\u00e4hrige Geiger Simon Luethy. Ja, das St\u00fcck ist ein \u201eReisser\u201c, ganz klar, aber es wieder und wieder live erleben zu d\u00fcrfen, zu entdecken, dass es immer neue &#8211; bisher nicht geh\u00f6rte &#8211; Zusammenh\u00e4nge, Verbindungen, Kl\u00e4nge gibt, die bewegen und tats\u00e4chlich die anderen Seiten der Welt darstellen, ist Mut machend und zeigt, dass es neben dieser so oft deprimierenden Allt\u00e4glichkeit eben doch die andere Seite gibt, f\u00fcr die die neun Musen \u201egerade\u201c stehen. Und alles, was mit ihnen zusammenh\u00e4ngt an Kunst und Kultur. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie Simon Luethy zusammen mit der Kammerphilharmonie dacapo und ihrem Leiter Franz Schottky dieses St\u00fcck zum Erlebnis werden lassen, das ist wieder und wieder Musik \u201ein statu nascendi\u201c, wie der alte Lateiner sagen w\u00fcrde. So unmittelbar, so direkt die lauschenden Besucherinnen und Besucher im vollbesetzten Herkulessaal erreichend und das erleben lassend, was dieser \u201ePreto Rosso\u201c &#8211; so Vivaldis Spitzname, seiner roten Haare wegen &#8211; vor \u00fcber 260 Jahren zum ewigen Thema Jahreszeiten in Musik zu fassen hatte. Das ist und bleibt ein Geniestreich ersten Ranges. Daran orientierte sich eben auch dieses Neujahrskonzert. Und, dass Sinmon Luethy seine Gagliano-Geige &#8211; er spielt einen franz\u00f6sischen Satori-Bogen -zwischen den einzelnen S\u00e4tzen immer wieder kurz und gelassen nachstimmte, lag eben an der besonders sensiblen Qualit\u00e4t seines Instrumentes. Was \u00fcbrigens besonders eindrucksvoll gelang, waren die Passagen, wo Sologeige und Solocello &#8211; Elizabeta Varga &#8211; zusammen die intensivsten Zwiegespr\u00e4che hatten. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Pause dann Musik von Johann Strauss Sohn, wie sie in einem Neujahrskonzert einfach dazu geh\u00f6rt. Allerdings auch da nicht die allbekannten Schmonzetten, nein, da war Franz Schottky auf Entdeckungsreise gegangen Er pr\u00e4sentierte mit der gl\u00e4nzend aufgelegten Kammerphilharmonie einige selten oder noch nie geh\u00f6rte St\u00fccke, wie zum Beispiel den Banditen-Galopp op. 378 oder die Polka Francaise op. 336 \u201eIm Krapfenwald\u2018l\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>In der Zugabe, die nat\u00fcrlich der Radetzky-Marsch sein musste, wechselte die erste Viola- Spielerin Shinnie Lee von der Bratsche zum Schlagzeug und animierte auch so das Publikum zum \u00fcblichen Mitklatschen. Ein \u00e4u\u00dferst aufmerksames, begeistertes Publikum kam in den Genuss, das neue Jahr 2020 mit einer besonders gelungenen Matinee begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen, und das ist doch ein wundervoller Auftakt. Franz Schottky bedankte sich bei seinen Musikerinnen wie \u00fcblich wieder damit, dass er &#8211; der das ganze Programm wieder aufs Am\u00fcsanteste moderierte &#8211; die ihm zugedachten Blumen gro\u00dfz\u00fcgig verteilte. Schon am 2. Februar geht es weiter mit einer \u201eMatinee der Romantiker\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Ulrich Hermann, Januar 2020]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 12. Januar 2020 Herkulessaal Kammerphilharmonie dacapo Antonio Vivaldi (1676-1741) Die Vier Jahreszeiten (Solist: Simon Luethy, Stefan Moser, Cembalo St\u00fccke von Johann Strauss (1825-1899) Es gibt die Welt, so wie sie sich derzeit darstellt, oder dargestellt wird. 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