{"id":3992,"date":"2020-10-12T17:53:14","date_gmt":"2020-10-12T15:53:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=3992"},"modified":"2020-10-12T17:53:17","modified_gmt":"2020-10-12T15:53:17","slug":"auf-abstand-in-hoechstform","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2020\/10\/12\/auf-abstand-in-hoechstform\/","title":{"rendered":"Auf Abstand in H\u00f6chstform"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>M\u00fcnchner Kammerphilharmonie\u00a0dacapo<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Junge Solisten I<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konzert am Sonntag, 27. September im K\u00fcnstlerhaus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Werke von Wolfgang Amadeus Mozart,  Felix Mendelssohn Bartholdy und Ludwig van Beethoven<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Xenia Bergmann, Violine<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Nima\u00a0Mirkhoshhal,\u00a0Klavier<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Leitung: Franz\u00a0Schottky<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-2-1024x683.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3993\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-2-1024x683.jpeg 1024w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-2-300x200.jpeg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-2-768x512.jpeg 768w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-2.jpeg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Endlich! Endlich! Wieder nach einem halben Jahr ein Konzert der Kammerphilharmonie. Wie \u00fcblich als Auftakt ein Konzert im\u00a0coronabesetzten (also mit\u00a0grossem\u00a0Abstand) K\u00fcnstlerhaus mit zwei jungen Solisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn eine Ouvert\u00fcre des 11-j\u00e4hrigen Mozart zum Singspiel \u201eApoll und Hyazinth\u201c. Kurz und dennoch schon typisch \u201emozartisch\u201c als Hors d\u2019oeuvre. Dann kam die 17 Jahre alte Xenia Bergmann auf die B\u00fchne und spielte vom ber\u00fchmten&nbsp;E-Moll-Violinkonzert von Felix&nbsp;Mendelssohn-Bartholdy&nbsp;den ersten und den zweiten Satz. Vor allem der zweite, langsame Satz gelang ihr \u00fcberragend sch\u00f6n, mit weichem, vollem Geigenton auf&nbsp;ihrer Mittenwalder Sandner-Geige.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich begleitete die Kammerphilharmonie \u00e4u\u00dferst&nbsp;aufmerksam und lie\u00df dieses Paradest\u00fcck aufgl\u00e4nzen. Die Bravos und der Beifall waren mehr als gerechtfertigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer mehr vermag das Musizieren der Kammerphilharmonie unter ihrem Dirigenten Franz&nbsp;Schottky&nbsp;mich in den Bann der&nbsp;Musik dieses Meisters zu ziehen, das bewegt mich von Mal zu Mal intensiver. (Denn ich kenne gen\u00fcgend langweilige Auff\u00fchrungen von Mendelssohns Musik!)<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem kurzen Umbau ert\u00f6nte in der Fassung\u00a0f\u00fcr Streichorchester und Klavier\u00a0von\u00a0Vinzenz Lachner\u00a0(1811-1893) der erste Satz aus Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur op.15. Beim Einsatz des Pianisten gab es einige schwierige Momente, dann aber spielte der 23-j\u00e4hrige Nima\u00a0Mirkoshhal\u00a0sein ganzes stupendes K\u00f6nnen und seine ganze Musikalit\u00e4t aus. Wieder einmal war das Live-Erlebnis ber\u00fchrender als jede noch so perfekte CD-Einspielung, denn der Musik beim Entstehen zu lauschen, ist doch etwas ganz Anderes. Die Kadenz, die Nima\u00a0Mirkoshhal\u00a0aus den beiden urspr\u00fcnglichen Kadenzen k\u00fchn zusammenf\u00fcgte, \u00fcberzeugte restlos! Gro\u00dfer Beifall und viele Bravos!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-1-1024x683.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3994\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-1-1024x683.jpeg 1024w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-1-300x200.jpeg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-1-768x512.jpeg 768w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Konzert-1.jpeg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach erneutem Umbau dann der H\u00f6hepunkt des Abends: Mozarts ber\u00fchmte&nbsp;g-Moll-Sinfonie Nr. 40 KV 550. Wieder erg\u00e4nzten die Bl\u00e4ser die Streicher der M\u00fcnchner Kammerphilharmonie dacapo. Und es wurde eine bewegende Darbietung dieser vielleicht melancholischsten Mozart-Symphonie. Trotz des&nbsp;coronabedingten&nbsp;gr\u00f6\u00dferen Abstands zwischen den einzelnen Musikerinnen und Musikern lie\u00df die Auff\u00fchrung alle Beteiligten zur H\u00f6chstform auflaufen. Wieder einmal war zu&nbsp;sp\u00fcren, was uns allen in den vergangenen Monaten so schmerzlich gefehlt hat: Diese&nbsp;Dimension des geistigen und seelischen Erlebens, eben Frau&nbsp;Musica.<\/p>\n\n\n\n<p>Franz&nbsp;Schottky&nbsp;und \u201eseiner\u201c M\u00fcnchner Kammerphilharmonie&nbsp;dacapo&nbsp;\u2013 die \u00fcbrigens dieses Jahr ihr 20j\u00e4hriges Bestehen feiert \u2013 haben es wieder einmal zum Geschenk werden lassen, was das Genie Wolfgang Amadeus Mozart der ganzen Welt mit seiner Musik&nbsp;als Verm\u00e4chtnis hinterlassen hat. Auf weitere Konzerte sehnlichst hoffend\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Ulrich Hermann, September 2020]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchner Kammerphilharmonie\u00a0dacapo Junge Solisten I Konzert am Sonntag, 27. September im K\u00fcnstlerhaus Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy und Ludwig van Beethoven Xenia Bergmann, Violine Nima\u00a0Mirkhoshhal,\u00a0Klavier Leitung: Franz\u00a0Schottky Endlich! Endlich! Wieder nach einem halben Jahr ein Konzert der Kammerphilharmonie. 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