{"id":4345,"date":"2021-04-30T23:58:00","date_gmt":"2021-04-30T21:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=4345"},"modified":"2021-05-06T12:03:48","modified_gmt":"2021-05-06T10:03:48","slug":"bedeutende-nische-im-riesigen-gesamtwerk-die-symphonien-von-villa-lobos-unter-karabtchevsky","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2021\/04\/30\/bedeutende-nische-im-riesigen-gesamtwerk-die-symphonien-von-villa-lobos-unter-karabtchevsky\/","title":{"rendered":"Bedeutende Nische im riesigen Gesamtwerk: Die Symphonien von Villa-Lobos unter Karabtchevsky"},"content":{"rendered":"\n<p>Naxos 8.506039 (6 CD); EAN: 7 47313 60393 0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Villa-Lobos-Karabtchevsky-Naxos-Box.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Villa-Lobos-Karabtchevsky-Naxos-Box-1024x1009.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4346\" width=\"497\" height=\"489\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Villa-Lobos-Karabtchevsky-Naxos-Box-1024x1009.jpg 1024w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Villa-Lobos-Karabtchevsky-Naxos-Box-300x296.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Villa-Lobos-Karabtchevsky-Naxos-Box-768x757.jpg 768w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Villa-Lobos-Karabtchevsky-Naxos-Box.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 497px) 100vw, 497px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>War die erste Gesamtaufnahme der 12 Symphonien von Heitor Villa-Lobos \u2013 wobei die F\u00fcnfte nach wie vor verschollen ist \u2013 auf cpo unter Carl St.&nbsp;Clair 2000 fertig eingespielt, hatte Naxos mit dem Spezialisten Isaac Karabtchevsky zwischen 2011 und 2017 auf 6 CDs nachgelegt, die nun endlich auch als preiswerte Box erh\u00e4ltlich sind. Eine immer noch ziemlich unterbelichtete, dazu hochbedeutende Nische in der Symphonik des 20. Jahrhunderts wird hier ad\u00e4quat beleuchtet und der phantastische Zyklus ganz ausgezeichnet dargeboten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Heitor Villa-Lobos (1887\u20131959) gilt immer noch unangefochten als der bedeutendste klassische Komponist Brasiliens. Der Grund daf\u00fcr ist wohl weniger die Tatsache, dass er so an die tausend musikalische Werke schrieb, was im 20. Jahrhundert schon eher Seltenheitswert hat (der mit ihm befreundete Darius Milhaud w\u00e4re noch ein Kandidat mit \u00e4hnlich umfangreichem Schaffen). Vielmehr ist es die gegl\u00fcckte Verbindung von aus Europa \u00fcberlieferten kompositorischen Standards und folkloristischem, teils indigenem Material, welches er anscheinend bereits in seiner Jugend zu sammeln begonnen hatte: Zwischen 1905 und 1913 bereiste er intensiv das Landesinnere, wobei Details dieser Exkursionen v\u00f6llig im Dunkeln liegen und Villa-Lobos\u2018 eigene Aussagen dar\u00fcber wenig glaubw\u00fcrdig erscheinen. Neben seinem bedeutenden Klavierwerk \u2013 weit mehr als nur das Artur Rubinstein gewidmete <em>Rudepo\u00eama<\/em>, mit dem der Pianist den Brasilianer in Europa bekannt machte, nun zunehmend auch diesseits des Atlantiks gespielt \u2013 und der keineswegs umfangreichen Gitarrenmusik, sind es vor allem einige der <em>Bachianas Brasileiras <\/em>\u2013 St\u00fccke, mit denen der Bach-begeisterte Komponist neoklassizistische Elemente in seine ansonsten eher national ausgerichtete Musik integrierte \u2013, die bei uns zum Repertoire geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen ist sein Schaffen f\u00fcr gro\u00df besetztes Symphonieorchester \u2013 einige der <em>Ch\u00f4ros, <\/em>etwa Nr. 8, 9 und 11, vor allem jedoch die 12 Symphonien \u2013 immer noch weitgehend unbekannt. Tats\u00e4chlich darf man davon ausgehen, dass der gr\u00f6\u00dftenteils autodidaktisch gebildete Villa-Lobos in diesem traditionell formal recht festgezurrten Genre nicht sein Hauptinteresse sah. Trotzdem ist dieser Werkzyklus \u00fcberwiegend von au\u00dferordentlicher Qualit\u00e4t: Die Symphonien Nr. 1\u20135, noch mit sp\u00e4tromantischen Einfl\u00fcssen, aber bereits recht eigenst\u00e4ndig und nationalistisch, entstanden noch vor 1920, danach gibt es eine L\u00fccke von 24 Jahren. Ab Symphonie Nr. 6 wandelt sich deren Stil h\u00f6rbar recht deutlich, wird konzentrierter; die Instrumentation ist weniger hypertroph, ohne an Farbigkeit zu verlieren &#8211; ein genialer Instrumentator war der Komponist ohnehin. Die gro\u00dfformatige, \u00fcber 60-min\u00fctige Symphonie Nr. 10 <em>Amer\u00edndia <\/em>sticht schon ein wenig heraus, da im Untertitel von Villa-Lobos selbst als Oratorium bezeichnet: das einzige Werk mit zus\u00e4tzlichen Vokalkr\u00e4ften. Die anderen Symphonien folgen s\u00e4mtlich der klassischen Viers\u00e4tzigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Symphonien Nr. 3\u20135 waren als Triptychon geplant: Ihre Titel lauten <em>A Guerra <\/em>(Krieg), <em>A Vit\u00f3ria <\/em>(Sieg) und <em>A Paz <\/em>(Frieden). Die Partitur der F\u00fcnften ist leider verschollen, und obwohl das Material bis in die sp\u00e4ten 1960er in Katalogen des Ricordi-Verlags angeboten wurde, allerdings Bestellversuche immer ins Leere liefen, geht die Meinung der Musikwissenschaft mittlerweile doch in die Richtung, dass das ambitionierte Werk \u2013 \u00fcber das Villa-Lobos in Interviews mehrmals berichtete \u2013 wohl nie so geschrieben wurde, oder sogar Ideen bzw. Teile davon Eingang in die 10. Symphonie gefunden haben k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eGesamtaufnahme\u201c auf cpo von 1997\u20132000 mit dem RSO Stuttgart unter dem texanischen Dirigenten Carl St.&nbsp;Clair war jedenfalls ein Meilenstein, d\u00fcrfte sie doch f\u00fcr die meisten der Villa-Lobos-Symphonien nicht nur als Ersteinspielung gelten, sondern h\u00e4ufig auch die erst zweite Auff\u00fchrung \u00fcberhaupt darstellen. Die Einzel-CDs der Produktion sind l\u00e4ngst vergriffen, aber als Box ist diese nach wie vor erh\u00e4ltlich. Im Gegensatz zu St.&nbsp;Clair ist der brasilianische Dirigent Isaac Karabtchevsky (Jahrgang 1934) nat\u00fcrlich ein \u201ealter Hase\u201c, was die Musik Villa-Lobos\u2018 betrifft. Er studierte in Deutschland u.a. bei Wolfgang Fortner und Pierre Boulez, war etwa langj\u00e4hriger Chef beim Orquestra Sinf\u00f4nica Brasileira in Rio de Janeiro und hat f\u00fcr die Neuaufnahme des Symphonienzyklus bei Naxos das Orchestermaterial nochmals gr\u00fcndlich revidiert. Mit dem <em>Orquestra Sinf\u00f4nica do Estado de S\u00e3o Paulo <\/em>(OSESP) konnte das derzeit wohl beste Orchester des Landes gewonnen werden, das die elf vorhandenen Symphonien zwischen 2011 und 2017 eingespielt hat. Seit Ende 2020 sind auch diese 6 CDs als preisg\u00fcnstige Box zu erwerben, wodurch der Rezensent sich nochmals beide Versionen dieser selten dargebotenen St\u00fccke anh\u00f6ren mochte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die international hochbeachtete Neuproduktion wird in fast allen Besprechungen \u00fcber die Ma\u00dfen gelobt \u2013 die Stuttgarter Aufnahme hat aber durchaus auch ihre Meriten. Was die Durchsichtigkeit des Orchesterklanges angeht, sind die Stuttgarter dem Orchester aus S\u00e3o Paulo tats\u00e4chlich sogar \u00fcberlegen. Dass man hier \u2013 gerade in den ersten vier Symphonien \u2013 mehr Details h\u00f6ren kann, liegt sicher nicht nur an der vorz\u00fcglichen Aufnahmetechnik von cpo und SWR, sondern erscheint sozusagen als Hauptanliegen des Dirigenten Carl St.&nbsp;Clair \u2013 verst\u00e4ndlich bei absolutem Neuland f\u00fcr ihn wie das Orchester. Die somit hervorragend gelungene Balance <em>innerhalb <\/em>des Orchesters ist aber allein noch keineswegs Garant f\u00fcr eine <em>global <\/em>differenzierte Dynamik eines Satzes oder einer ganzen Symphonie. Schon hier zeigt sich, was den Stuttgartern fehlt: die \u00dcbersicht. St.&nbsp;Clair hangelt sich doch \u00fcber weite Strecken am Notentext entlang, seine lokale Erbsenz\u00e4hlerei und die pr\u00e4zise Klangabstufung in der momentanen Vertikale kann nicht verdecken, dass ihm die oft ungew\u00f6hnliche Architektur des brasilianischen Komponisten (Rondo-Elemente bereits in den Kopfs\u00e4tzen usw.) fremd bleibt, sich der gro\u00dfe Zusammenhang kaum erschlie\u00dft, geschweige denn musikalisch vorausgedacht, geplant werden kann. Und obwohl es nat\u00fcrlich auch gewaltige Klangmassierungen bei Villa-Lobos gibt, \u2013 namentlich in der 3.&nbsp;u. 4.&nbsp;Symphonie, wo nicht nur die brasilianische Nationalhymne, sondern dazu noch Fragmente der <em>Marseillaise <\/em>intoniert werden \u2013 verliert sich der Texaner dann allzu leicht in diesen Effekten. Karabtchevsky setzt hier die Instrumentation ganz punktuell wirkungsvoll ein (gro\u00dfe Trommel!), ohne die Struktur zu \u00fcbert\u00fcnchen; so bleibt Spannung stets erhalten und die Musik verkommt nie zur reinen Klangorgie.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Feinsten in Villa-Lobos\u2018 Symphonik geh\u00f6ren zweifellos die langsamen S\u00e4tze. Sie beinhalten nicht nur tief empfundene, dabei keineswegs kitschige Melodik, sehr pers\u00f6nliches s\u00fcdamerikanisches Klangkolorit, sondern sind dar\u00fcber hinaus architektonisch absolut \u00fcberzeugend. Im Gegensatz zu den meist sehr knapp gehaltenen Kopfs\u00e4tzen mit ihren oft f\u00fcr den europ\u00e4ischen Geschmack etwas abrupten Schl\u00fcssen haben die Binnens\u00e4tze (auch die Scherzi) einen klaren Aufbau, ben\u00f6tigen daf\u00fcr aber immer einen langen Atem; Steigerungen m\u00fcssen wohl dosiert werden, um wahrhaftig zu wirken. Hier zeigt sich ganz deutlich die musikalische \u00dcberlegenheit Karabtchevskys, dem dies alles wunderbar gelingt: der gro\u00dfe Bogen und echter Schmerz in den langsamen S\u00e4tzen, die oft eruptive Rhythmik der Scherzi, obwohl gerade diese noch am ehesten an traditionellen europ\u00e4ischen Vorbildern (Beethoven!) gereift scheinen, zumindest in den sp\u00e4ten Symphonien. St.&nbsp;Clair mit seinen teilweise zu breiten Tempi droht hier, den Zusammenhang aus den Augen zu verlieren, die elegischeren Abschnitte in Einzelereignisse zerfallen zu lassen. H\u00f6hepunkte erscheinen dadurch bedingt recht aufgesetzt. Bei der 10.&nbsp;Symphonie ben\u00f6tigt er fast 13 Minuten l\u00e4nger als Karabtchevsky, was die recht komplizierten Chorabschnitte ganz unorganisch \u00fcberdehnt \u2013 dies wirkt dann nur noch z\u00e4h.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich kann das Klangbild der Aufnahme aus S\u00e3o Paulo durchaus gefallen: Das r\u00e4umliche Panorama ist gewaltig, dabei aber keineswegs matschig, sondern kraftvoll differenziert. Die Ch\u00f6re in der <em>Amer\u00edndia-<\/em>Symphonie klingen stets nat\u00fcrlich. Lediglich die m\u00e4nnlichen Solisten haben offensichtlich bei beiden Aufnahmen Probleme mit den h\u00e4ufigen Wechseln zwischen Text und Vokalise bzw. Melisma, singen stellenweise unbeholfen grobschl\u00e4chtig. Auch Karabtchevsky kann zwar aus den noch teils unausgegorenen Gehversuchen Villa-Lobos\u2018 in den beiden ersten Symphonien keine Meisterwerke machen \u2013 daf\u00fcr wird die echte Meisterschaft ab der Sechsten trotz aller auf den H\u00f6rer neuartigen Eindr\u00fccke \u00fcberdeutlich: Diese Musik h\u00e4tte, derart sensibel gespielt, eigentlich das Zeug, auch die europ\u00e4ischen Konzerts\u00e4le zu erobern. Die 10.&nbsp;Symphonie mit ihrem ohnehin ganz eigenen Reiz kann es an Pracht mit anderen gro\u00dfen Vokalsymphonien ebenfalls aufnehmen. Zudem sind die als Ballett bekannt gewordene, hochenergetische symphonische Dichtung <em>Uirapuru <\/em>&#8211; ganz typisch f\u00fcr den fr\u00fchen, &#8222;wilden&#8220; Villa-Lobos &#8211; sowie die Kantate <em>Mandu-\u00c7arar\u00e1<\/em> mit wirkungsvollem Kinderchor und \u00fcberbordender rhythmischer Intensit\u00e4t (anscheinend erstmals auf CD) willkommene Zugaben. Wer die Stuttgarter Einspielung bereits hat, kann mit der Naxos-Box sehr g\u00fcnstig ein \u201eUpdate\u201c erwerben, das eine erneute Auseinandersetzung mit den Villa-Lobos-Symphonien mehr als rechtfertigt. F\u00fcr Neulinge ist Karabtchevskys Darbietung klar die erste Wahl.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vergleichsaufnahme: <\/strong>Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Carl St. Clair (1997-2000, cpo 777 516-2, 7CD)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Martin Blaumeiser, April 2021]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naxos 8.506039 (6 CD); EAN: 7 47313 60393 0 War die erste Gesamtaufnahme der 12 Symphonien von Heitor Villa-Lobos \u2013 wobei die F\u00fcnfte nach wie vor verschollen ist \u2013 auf cpo unter Carl St.&nbsp;Clair 2000 fertig eingespielt, hatte Naxos mit dem Spezialisten Isaac Karabtchevsky zwischen 2011 und 2017 auf 6 CDs nachgelegt, die nun endlich &hellip; <a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2021\/04\/30\/bedeutende-nische-im-riesigen-gesamtwerk-die-symphonien-von-villa-lobos-unter-karabtchevsky\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Bedeutende Nische im riesigen Gesamtwerk: Die Symphonien von Villa-Lobos unter Karabtchevsky<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13],"tags":[529,3902,200,3901],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4345"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4345"}],"version-history":[{"count":19,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4387,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4345\/revisions\/4387"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}