{"id":4461,"date":"2021-07-02T22:42:52","date_gmt":"2021-07-02T20:42:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=4461"},"modified":"2021-07-04T03:49:12","modified_gmt":"2021-07-04T01:49:12","slug":"grosse-musik-am-jungen-rhein-icma-gala-2021-in-vaduz-liechtenstein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2021\/07\/02\/grosse-musik-am-jungen-rhein-icma-gala-2021-in-vaduz-liechtenstein\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Musik am jungen Rhein: ICMA-Gala 2021 in Vaduz"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Am 27. Juni 2021 fand in Vaduz die Preisverleihung der International Classical Music Awards statt. Im Anschluss gaben die Preistr\u00e4ger mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein ein \u00e4u\u00dferst gelungenes Galakonzert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210626_142309-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210626_142309-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4462\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210626_142309-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210626_142309-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210626_142309-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210626_142309-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/20210626_142309-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Blick auf die Innenstadt von Vaduz, auf dem Berg im Hintergrund das f\u00fcrstliche Schloss.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Preisverleihung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer langen Zeit des Abwartens, Hoffens und Aufschiebens war es so weit: Am 27. Juni 2021 fand in Vaduz, der Hauptstadt des F\u00fcrstentums Liechtenstein, im Vaduzer-Saal die diesj\u00e4hrige Preisverleihung der International Classical Music Awards (ICMA) samt anschlie\u00dfendem Galakonzert der Preistr\u00e4ger statt. Dass es zu diesem gl\u00fccklichen Ende kam, war keineswegs selbstverst\u00e4ndlich gewesen. Noch vor wenigen Wochen lag es nur allzu sehr im Bereich des Wahrscheinlichen, dass die unabh\u00e4ngige Musikkritikervereinigung, die seit 2011 die einzigen internationalen Schallplatten- und Musikpreise vergibt, auf die Durchf\u00fchrung ihrer Veranstaltungen diesmal ebenso h\u00e4tte verzichten m\u00fcssen wie im Jahr 2020, als die Krise im Gefolge der Covid-19-Pandemie die f\u00fcr Sevilla geplante Preisverleihung unm\u00f6glich gemacht hatte. Die rasch voranschreitende Entspannung der Lage erm\u00f6glichte es aber, den zun\u00e4chst auf April gelegten, dann sicherheitshalber um zwei Monate verschobenen Termin letztlich wahrnehmen zu k\u00f6nnen. Sichtlich erleichtert dar\u00fcber, betonte der die Preisverleihung moderierende Gr\u00fcnder des luxemburgischen Musikmagazins <em>Pizzicato<\/em> und Vorsitzende der aus Kritikern von 21 internationalen Medien zusammengesetzten ICMA-Jury, Remy Franck, dass es aufgrund der Professionalit\u00e4t eines \u201ekleinen Teams, das gro\u00dfe Arbeit geleistet hat\u201c, in Vaduz gelungen sei, \u201edie aufwendigste Musikproduktion 2021 weltweit\u201c ins Werk zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kulturminister Manuel Frick hob in einer kurzen Ansprache hervor, dass es sich hierbei nicht um irgendeinen Preis handele, sondern um \u201eDen Preis innerhalb der klassischen Musik\u201c, und erinnerte daran, dass sich in den letzten Jahren sowohl die in Nendeln ans\u00e4ssige Internationale Musikakademie in Liechtenstein, als auch das Sinfonieorchester Liechtenstein einen guten Namen in der Welt gemacht haben, was auch bewirkt habe, dass die IMCA auf das F\u00fcrstentum aufmerksam geworden seien.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Liechtensteinische Musikleben f\u00fcgt sich die Gala in eine Reihe von Erfolgen ein, die der Pandemie zum Trotz innerhalb der letzten eineinhalb Jahre errungen werden konnten. Nicht nur war es m\u00f6glich, die Arbeit der Musikakademie weiterzuf\u00fchren, auch ein regul\u00e4rer Konzertbetrieb konnte weitgehend aufrecht erhalten werden. Zwar mussten sich Musiker und Publikum strengen Auflagen f\u00fcgen, doch war es dadurch m\u00f6glich, beinahe alle geplanten Konzerte des Sinfonieorchesters Liechtenstein auch stattfinden zu lassen. Nur zwei Konzerte fielen aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Umst\u00e4nden Rechnung tragend, wurde auch die Prozedur der ICMA-Preisverleihung abgewandelt: Die Preise wurden den Preistr\u00e4gern nicht von einem Mitglied der Jury \u00fcberreicht, sondern standen s\u00e4mtlich von Anfang an auf einem langen Tisch vor der B\u00fchne, von wo sie von den Ausgezeichneten nach und nach abgeholt wurden. Die Verschiebung des Termins brachte es allerdings mit sich, dass ein verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoher Anteil der Preistr\u00e4ger nicht in Vaduz erscheinen konnte. So vermisste man Edita Gruberova, die f\u00fcr ihr <strong>Lebenswerk<\/strong> ausgezeichnet wurde, genauso wie Pablo Heras-Casado, der den Preis f\u00fcr den <strong>K\u00fcnstler des Jahres<\/strong>, und Kian Soltani, der einen der beiden vom gastgebenden Orchester vergebenen <strong>Orchestra Awards<\/strong> erhielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht pers\u00f6nlich in Empfang genommen werden konnten auch die Preise f\u00fcr folgende Audio- und Video-Produktionen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Alte Musik:<\/strong> Simone de Bonefont: Missa pro Mortuis (Huelgas Ensemble, Paul van Nevel), Cypr\u00e9s<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Barock Instrumental:<\/strong> The Berlin Album (Ensemble Diderot, Johannes Pramsohler), Audax<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Bar<\/strong><strong>ock Vokal:<\/strong> La Francesina (Sophie Junker, Le Concert de l&#8217;Hostel Dieu, Franck-Emmanuel Comte), Apart\u00e9<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Oper:<\/strong> Camille Saint-Sa\u00ebns: Le Timbre d&#8217;argent (H\u00e9l\u00e8ne Guilmette, Jodie Devos, Edgaras Montvidas, Yu Shao, Tassis Christoyannis, Jean-Yves Ravoux, Matthieu Chapuis, Accentus, Les Si\u00e8cles, Fran\u00e7ois-Xavier Roth), Bru Zane<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Solo-Instrument:<\/strong> Maurice Ravel: La Valse, Mirroirs; Igor Strawinsky: Der Feuervogel, Petruschka (Beatrice Rana), Warner Classics<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Konzerte:<\/strong> Dmitrij Schostakowitsch: Cellokonzerte (Alban Gerhard, WDR-Sinfonieorchester K\u00f6ln, Jukka-Pekka Saraste), Hyperion<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Zeitgen\u00f6ssische Musik:<\/strong> Thomas Ad\u00e8s: In Seven Days (Kirill Gerstein, Tanglewood Music Centre Orchestra, Thomas Ad\u00e8s), Myrios<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Programmzusammenstellung:<\/strong> Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4, Coriolan, Prometheus-Ouvert\u00fcre (Kristian Bezuidenhout, Freiburger Barockorchester, Pablo Heras-Casado), Harmonia Mundi<\/p>\n\n\n\n<p><strong>-Beste Kollektion:<\/strong> Dmitrij Kitajenko Collection (Akademisches Musiktheater-Orchester Stanislawskij- und Nemirowitsch-Dantschenko Moskau, Moskauer Philharmonisches Orchester, Dmitrij Kitajenko), Melodija<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders traurig war es zu erfahren, dass Dmitrij Kitajenko, der im Vaduzer Preistr\u00e4gerkonzert zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren wieder ein Orchester dirigiert h\u00e4tte, seine Teilnahme an der Veranstaltung absagen musste, da ihm nach seiner Impfung gegen Covid-19 Nebenwirkungen schwer zugesetzt hatten. Es sei ihm deshalb an dieser Stelle von Herzen eine baldige Genesung gew\u00fcnscht, wie auch die M\u00f6glichkeit einer raschen Wiederaufnahme seiner Dirigentent\u00e4tigkeit!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mehrheit der vergebenen Preise konnte jedoch pers\u00f6nlich in Empfang genommen werden. Au\u00dferdem wurden einzelne noch von der Verleihung herr\u00fchrende Preise vergeben, die 2020 in Sevilla nicht hatte stattfinden k\u00f6nnen. Zu letzteren geh\u00f6rten die Auszeichnungen f\u00fcr den Komponisten Ivan Boumans (Composer Award 2020, ein entsprechender Preis wurde 2021 nicht vergeben) und den Dirigenten John Axelrod (Special Achievement Award 2020).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Violinistin Chouchane Siranossian nahm die Auszeichnung f\u00fcr ihr gemeinsam mit dem Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon f\u00fcr Alpha eingespieltes Album mit Violinkonzerten Giuseppe Tartinis entgegen (<strong>Barock Instrumental<\/strong>), wobei sie ihrer Hoffnung Ausdruck gab, dem Schaffen des lange untersch\u00e4tzen Komponisten mit ihrer CD zu gr\u00f6\u00dferem Ansehen zu verhelfen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Rubrik <strong>Vokalmusik<\/strong> wurde die bei Opera Rara erschienene CD <em>Anima Rara<\/em> ausgezeichnet, ein Album mit Arien aus franz\u00f6sischen und italienischen Opern des sp\u00e4ten 19.&nbsp;Jahrhunderts. Die f\u00fcr ihre \u201egro\u00dfe dramatische K\u00fcnstlerschaft\u201c gelobte Sopranistin Ermonela Jaho, die es zusammen mit dem Orquestra de la Communitat Valenciana unter Leitung Andrea Battistoni aufgenommen hat, nahm den Preis mit den Worten an sich: \u201eIn diesen schwierigen Zeiten merken wir alle, wie sehr wir Kunst brauchen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Als beste <strong>Chormusik<\/strong>-CD wurde Ivan Repu\u0161i\u0107s Aufnahme des <em>Kroatischen glagolitischen Requiems<\/em> von Igor Kuljeri\u0107 (1938\u20132006) mit dem M\u00fcnchner Rundfunkorchester und dem Chor des Bayerischen Rundfunks pr\u00e4miert, die bei der Hausproduktion des Bayerischen Rundfunks, BR&nbsp;Klassik erschienen ist. Der Dirigent nahm den Preis gemeinsam mit einem Sprecher des Chores in Empfang. In ihren Dankesworten merkten sie an, dass der der CD zugrundeliegende Konzertmitschnitt unmittelbar vor der pandemiebedingten Unterbrechung der Chor- und Orchesterarbeit entstanden ist. Die Veranstaltung der ICMA sei ihnen nun \u201eErmutigung daran zu glauben, wieder gro\u00dfformatig Musik machen zu k\u00f6nnen\u201c. Die Musiker zeigten sich stolz darauf, dass sie Kuljeri\u0107s Werk 2020 noch realisieren und damit zum deutsch-kroatischen Kulturaustausch beitragen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur besten <strong>Kammermusik<\/strong>-Aufnahme wurde das bei Audite herausgekommene Album <em>Fantasque<\/em> mit Violinsonaten von Faur\u00e9, Debussy, Ravel und Poulenc, eingespielt von Franziska Pietsch (Violine) und Jou de Solaun (Klavier), gek\u00fcrt. Franziska Pietsch, die in Begleitung des Chefs von Audite, Ludger B\u00f6ckenhoff, erschien, berichtete in ihrer Dankesansprache u.&nbsp;a. von ihren Erfahrungen aus ihrer Jugendzeit in der DDR und erw\u00e4hnte die Wichtigkeit, welche das H\u00f6ren von Musik f\u00fcr Menschen gerade in schwierigen Zeiten haben kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Timo Hagemeister, der Manager von Berliner Philharmoniker Recordings, nahm f\u00fcr sein Label mehrere Preise entgegen: die Auszeichnung als <strong>Label des Jahres<\/strong> 2021, den im letzten Jahr verliehenen Preis f\u00fcr die beste Historische Aufnahme (f\u00fcr Wilhelm Furtw\u00e4nglers Rundfunkaufnahmen 1939\u20131945) und den diesj\u00e4hrigen in der Rubrik <strong>Symphonische Musik<\/strong> (f\u00fcr Kirill Petrenkos 5-CD-Packung mit Symphonien von Beethoven, Pjotr Tschaikowskij und Franz Schmidt sowie Rudi Stephans Musik f\u00fcr Orchester). Ger\u00fchmt wurden von der Jury namentlich Petrenkos \u201eph\u00e4nomenale Auff\u00fchrung\u201c der Siebten Symphonie Beethovens und die \u201eraffinierte Transparenz\u201c des Orchesterspiels.<\/p>\n\n\n\n<p>G\u00fcnter H\u00e4nssler dankte f\u00fcr die Auszeichnung der bei seinem Label Profil erschienenen \u201ewirklich herausragenden Zusammenstellung\u201c mehrerer Einspielungen der 24 Pr\u00e4ludien und Fugen von Schostakowitsch (mit Swjatoslaw Richter, Emil Gilels, Tatjana Nikolajewa und dem Komponisten selbst) als beste <strong>Historische Aufnahme<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias Lutzweiler, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Naxos Deutschland, und sein Mitarbeiter f\u00fcr Presse und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Salvatore Pichireddu, nahmen die Preise entgegen, die zwei bei Naxos erschienene Video-Ver\u00f6ffentlichungen erhalten hatten: eine Produktion von Ambroise Thomas&#8216; <em>Hamlet<\/em> unter der Regie von Cyril Teste und der musikalischen Leitung von Louis Langr\u00e9e (als beste <strong>Video-Auff\u00fchrung<\/strong>), und Martin Mirabels Dokumentarfilm <em>Lucas Debargue \u2013 To music<\/em> (als beste <strong>Video-Dokumentation<\/strong>). In ihrer Ansprache betonten sie, dass die Menschen sich in der Pandemiezeit verst\u00e4rkt \u00fcber Tontr\u00e4ger mit Musik besch\u00e4ftigten, was die Wichtigkeit dieses Mediums deutlich hervortreten lie\u00df. Allgemein habe die Krise gezeigt, dass \u201eMusiker, Publikum und Politiker\u201c (mit einem Blick auf die anwesenden Vertreter des Liechtensteinischen Staates) alle im selben Boot sitzen: \u201eWir haben alle erfahren, welche Bedeutung Musik hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die beste <strong>Video-Auff\u00fchrung<\/strong> wurde ein weiterer Preis an eine DVD des Lucerne Festival Orchestra vergeben, das unter Leitung von Riccardo Chailly mit Denis Mazujew am Klavier f\u00fcr Accentus Music ein reines Rachmaninoff-Programm aufgenommen hat. Zusammen mit dem Luzerner Festspielintendanten Michael Haefliger nahm Chailly die Auszeichnung an, die er zugleich als Ehrung seiner langen, durch viele DVDs dokumentierten Zusammenarbeit mit Accentus empfand.<\/p>\n\n\n\n<p>Als <strong>Junger K\u00fcnstler des Jahres<\/strong> wurde der 24-j\u00e4hrige Pianist Can \u00c7akmur pr\u00e4miert, der bereits im letzten Jahr aufgrund seines bei BIS erschienenen Deb\u00fct-Albums den Preis in der Rubrik Solo-Instrument gewonnen hatte, und deswegen nun zwei Preise in Empfang nehmen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der <strong>Discovery Award<\/strong>, ein Preis der als Erg\u00e4nzung zum Young Artist of the Year eingef\u00fchrt wurde, um Nachwuchsk\u00fcnstler unter 18 Jahren zu ehren, ging an die 2006 geborene Geigerin Maya Wichert wegen ihrer \u201efeinen Technik und ihres nuancenreichen, zutiefst musikalischen Spiels\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Tr\u00e4ger des diesj\u00e4hrigen <strong>Orchestra Awards<\/strong>, der Geiger Marc Bouchkov und der Cellist Kian Soltani, sind beide mit der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein eng verbunden und haben wiederholt als Solisten mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein konzertiert. Wie oben bereits gesagt, war Kian Soltani terminlich verhindert, sodass nur Marc Bouchkov seinen Preis pers\u00f6nlich an sich nehmen und sp\u00e4ter im Konzert mitwirken konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen <strong>Special Achievement Award<\/strong> erhielten Ingolf Turban und Dra\u017een Domjanic. Turban wurde geehrt \u201eals einer der meistaufgenommenen Violinisten unserer Zeit\u201c, dessen Diskographie ein sehr breites Repertoire umfasst, das auch zahlreiche selten gespielte Werke einschlie\u00dft. \u201eAls virtuoser Spieler und gesch\u00e4tzter P\u00e4dagoge ist er stets bestrebt, seine Kenntnisse mit der j\u00fcngeren Generation zu teilen.\u201c In seiner Dankesrede hielt Turban mit gutem Humor kurz R\u00fcckschau auf eine 36-j\u00e4hrige Laufbahn, die sich wechselweise im Sitzen (als Konzertmeister unter Celibidache), dann im Stehen (als Solist) und wieder im Sitzen (als zuh\u00f6render Lehrer) abgespielt hat. Diese weiterzuf\u00fchren sei ihm der Preis Motivation.<\/p>\n\n\n\n<p>Dra\u017een Domjanic hat sich in zahlreichen Funktionen, besonders aber als Gr\u00fcnder der Internationalen Musikakademie und des Kammerorchesters Esperanza sowie als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Sinfonieorchesters, um den Aufbau des Liechtensteinischen Musiklebens w\u00e4hrend des letzten Jahrzehnts verdient gemacht. Mit der Verleihung des Preises ehrte man seine \u201e\u00e4u\u00dferst dynamische und inspirierte Leitung, unter welcher sich die Internationale Musikakademie in Liechtenstein zu einer Brutst\u00e4tte international erfolgreicher junger Musiker entwickelt hat, welche konstant das internationale Musikleben bereichern\u201c. Domjanic, dem attestiert wurde, das F\u00fcrstentum \u201eauf die Weltkarte der Musik gebracht zu haben\u201c, richtete in seiner Ansprache den Blick auf zuk\u00fcnftige Vorhaben: So werde 2024 f\u00fcr die Musikakademie ein Campus zur Verf\u00fcgung stehen. Au\u00dferdem brachte er seinen Wunsch nach einer verst\u00e4rkten finanziellen Unterst\u00fctzung des weitgehend von Eigeneinnahmen und Sponsoren getragenen Sinfonieorchesters durch den Liechtensteinischen Staat zum Ausdruck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die musikalischen Darbietungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In seinem Gru\u00dfwort zur Preisverleihung hatte der B\u00fcrgermeister von Vaduz, Manfred Bischof, Igor Strawinsky zitiert: \u201eEs reicht nicht, dass man Musik nur h\u00f6ren kann, man muss Musik auch sehen k\u00f6nnen.\u201c Ein Konzert sei ein Ereignis, das alle Sinne anspricht. \u201eSie alle\u201c, sprach er zu den anwesenden Musikern, \u201emachen Musik f\u00fcr unsere Sinne.\u201c Gewiss war dies allen Anwesenden, den zuh\u00f6renden wie den musizierenden, aus dem Herzen gesprochen! Entsprechend gespannt war man allgemein auf das der Preisverleihung folgende Galakonzert. Die Vorfreude wurde gen\u00e4hrt durch zwei kammermusikalische Duo-Darbietungen, die im Verlauf der Verleihung zu h\u00f6ren waren. Zur Auff\u00fchrung kamen Bohuslav Martin\u016fs Variationen \u00fcber ein Thema von Rossini f\u00fcr Violoncello und Klavier sowie Camille Saint-Sa\u00ebns&#8216; Caprice in Walzerform op.&nbsp;52\/6 in Eug\u00e8ne Ysa\u00ffes Bearbeitung f\u00fcr Violine und Klavier. In beiden Werken sa\u00df Tatiana Chernichka am Klavier, die, was bei einer Sch\u00fclerin Eliso Virsaladzes nicht verwundert, energisch und robust in die Tasten griff. Cellistin in Martin\u016fs Variationen war die 16-j\u00e4hrige Friederike Herold. In den raschen Au\u00dfenteilen des Werkes stellte sie mit Kraft und Grazie unter Beweis, dass sie keinerlei technische H\u00fcrden zu f\u00fcrchten braucht, und bezauberte im langsameren Mittelabschnitt mit ausdrucksstarkem Cantabile. Ihr Vortrag lie\u00df keinen Zweifel daran aufkommen, dass man es hier mit einem bedeutenden Talent zu tun hatte, von dem man f\u00fcr die Zukunft viel erwarten kann. Dasselbe l\u00e4sst sich auch von dem 20-j\u00e4hrigen Geiger Simon Zhu sagen, der die Saint-Sa\u00ebns-Caprice mit einer Souver\u00e4nit\u00e4t vortrug, die verriet, dass er sich das St\u00fcck ganz zu eigen gemacht hatte. Physische Kraft und sensible Artikulation verbanden sich in seinem Vortrag mit Sicherheit in allen Graden einer reich abgestuften Dynamik. Angesichts der technischen Schwierigkeiten des Virtuosenst\u00fccks b\u00fc\u00dfte sein Spiel nirgends an Eleganz ein; alles klang leicht, fein und charmant. Simon Zhu und Friederike Herold sind Stipendiaten der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Preistr\u00e4gerkonzert des Sinfonieorchesters Liechtenstein bot in seinen zehn Nummern nicht nur ein vielf\u00e4ltiges Programm, sondern machte darin auch mit einer nicht minder gro\u00dfen Vielfalt von Musikercharakteren bekannt. Passend zum Anlass wurde es mit der \u201ebestgeeigneten, feierlichsten, freudigsten Musik\u201c er\u00f6ffnet, mit der man diesen Preis zelebrieren k\u00f6nne. So hatte Riccardo Chailly w\u00e4hrend der Verleihung das Vorspiel zu Richard Wagners <em>Die<\/em> <em>Meistersinger von N\u00fcrnberg <\/em>genannt, welches er nun dirigierte. Strahlend und schwelgerisch entfaltete sich der Klang des Orchesters unter Chaillys H\u00e4nden. Bei aller Opulenz lie\u00df es der Dirigent aber nicht an der Liebe zum Detail fehlen, wie die zahlreichen sch\u00f6n herausgearbeiteten Dialoge zwischen den Orchestergruppen, namentlich den hohen und tiefen Streichern bewiesen. Die Schlusssteigerung gelang grandios.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen deutlichen Kontrast bot die anschlie\u00dfende Auff\u00fchrung des Finalsatzes aus Pjotr Tschaikowskijs Violinkonzert. Das Orchester spielte nun unter Yaron Traub, dem, mit Ausnahme zweier Programmnummern, die musikalische Leitung des ganzen restlichen Abends oblag. Konnte man Chaillys Dirigat als ein Musizieren aus der \u00dcppigkeit des Tuttis heraus bezeichnen \u2013 wozu das Meistersinger-Vorspiel freilich einladen kann \u2013, so baute Traub den Orchesterklang auf eine kammermusikalische Weise auf. Bei Chailly kam es an wenigen Stellen dazu, dass wichtige Themeneins\u00e4tze stark zugedeckt wurden, wobei der Maestro jedoch immer sofort die Tonst\u00e4rken auszubalancieren vermochte. Bei Traub hingegen erschien diese Balance als die Grundlage seines Musizierens. Die einzelnen Gruppen reagierten unter seiner mit sparsamen, pr\u00e4gnanten Gesten arbeitenden Leitung aufeinander wie die Mitglieder eines Streichquartetts. Dies schloss einen kr\u00e4ftigen Tutti-Klang nicht aus, aber man erlebte diesen immer als ein Zusammenfinden selbstst\u00e4ndiger Stimmen. In der 15-j\u00e4hrigen Maya Wichert stand ihm bei Tschaikowskij eine kongeniale Partnerin zur Seite. Diese Geigerin, die \u00fcber ein meisterliches, organisches Rubato verf\u00fcgt, wei\u00df im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen, versteht sich aber nicht weniger gut darauf, dem Orchester sein Recht zu lassen, wenn dieses etwas zu sagen hat. Ihre F\u00e4higkeit, den anderen Musikern zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen, ber\u00fchrte au\u00dferordentlich sympathisch. Sie muss wohl auch eine hervorragende Kammermusikerin sein. Gewiss wird man in Zukunft von ihr h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgte ein Programmpunkt, der aus dem nicht zustande gekommenen Sevillaner Konzert von 2020 hin\u00fcbergerettet wurde: Der damals als Komponist des Jahres ausgezeichnete Ivan Boumans \u2013 1983 in Madrid geboren, seit 1998 in Luxemburg ans\u00e4ssig \u2013 hatte durch die Urauff\u00fchrung seines Orchesterwerks <em>Organic Beats<\/em> unter Leitung von John Axelrod geehrt werden sollen. Diese wurde nun in Vaduz nachgeholt, sodass mit Axelrod, der den Veranstaltungen der ICMA eng verbunden ist und bislang mehr Galakonzerte dirigiert hat als jeder andere, der dritte Dirigent dieses Abends zu h\u00f6ren war. <em>Organic Beats<\/em> ist ein opulent instrumentiertes Werk, Boumans verschm\u00e4ht es keineswegs, das Orchester gelegentlich glitzern, gl\u00e4nzen und bunt schimmern zu lassen. Er verliert sich aber nicht in klanglichen Spielen und Aneinanderreihungen effektvoller Einzelheiten, sondern komponiert so, dass das St\u00fcck seinem Namen alle Ehre macht. Die dissonante, aber durchweg als tonal zentriert wahrnehmbare Musik entfaltet und entwickelt sich, spannt gro\u00dfe B\u00f6gen, atmet ein und aus, pulsiert. Mehrfach wechselt das Tempo, rasche und langsame Abschnitte, letztere mit veritablen Streicherkantilenen, alternieren miteinander. Es entsteht aber kein Bruch, alles geht ungezwungen auseinander hervor, die unterschiedlichen Tempi zeigen ein lebendiges Wesen in verschiedenen Daseinszust\u00e4nden. Das Geschehen m\u00fcndet in einen hochpoetischen Schluss: Unter leisen Glocken- und Trommelschl\u00e4gen entschwindet die Musik mit ins Ger\u00e4uschhafte hin\u00fcberspielenden hohen Pfeift\u00f6nen. Das ist ein Werk, dem man gern im Konzertsaal erneut begegnen m\u00f6chte, und dem man entsprechende Verbreitung w\u00fcnscht! Der Komponist hatte w\u00e4hrend der Auff\u00fchrung ungew\u00f6hnlicherweise direkt neben dem Dirigenten auf der B\u00fchne gesessen. Gegen Ende des St\u00fccks zeigte sich warum: W\u00e4hrend einer Fermate \u00fcbergab Axelrod, mit ihm die Pl\u00e4tze tauschend, den Stab an Boumans, der nun seine Komposition weiter dirigierte. Ganz am Schluss kam auch Axelrod wieder zum Pult hinauf, Komponist und Dirigent hielten einander umfasst und dirigierten die letzten T\u00f6ne des Werkes gemeinsam. Wahrlich, eine anr\u00fchrende Demonstration inniger Verbundenheit von Sch\u00f6pfer und Interpret!<\/p>\n\n\n\n<p>Das n\u00e4chste St\u00fcck kam ohne Dirigenten aus. Von einem reduzierten Orchester begleitet, spielte Chouchane Siranossian den zweiten Satz (Largo andante) aus Giuseppe Tartinis Violinkonzert D 96. Ihr Vortrag machte den Eindruck, die K\u00fcnstlerin, die ein Kind erwartet, spiele f\u00fcr dieses. Alles klang nach innen gerichtet. Die Geigerin nahm Tartinis Verzierungen, die sich auch in diesem ruhigen, stillen Satz reichlich finden, nicht als Hauptsache, sondern spielte sie fl\u00fcchtig, wie beil\u00e4ufig \u2013 was nat\u00fcrlich ihre technische Virtuosit\u00e4t und ihre Vertrautheit mit dem Werk erst recht zum Vorschein brachte. Die Musik wirkte entr\u00fcckt, unwirklich, leicht dahinschwebend, wie ein Traum. Es folgte zum Abschluss der ersten Konzerth\u00e4lfte erneut ein starker Kontrast: Marc Bouchkovs Darbietung von Tschaikowskijs Valse Scherzo op.&nbsp;34 holte die Zuh\u00f6rer auf den Boden zur\u00fcck, n\u00e4mlich auf den Tanzboden, wo es in den folgenden Minuten quicklebendig zuging, immer auf der Grenze zwischen rustikalem und salonhaftem Charme bleibend, keiner Seite ganz zuneigend, beides geschmackvoll ineinander \u00fcbergehen lassend.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Teil des Konzerts begann mit dem Kopfsatz von Robert Schumanns Klavierkonzert mit Can \u00c7akmur als Solisten. Diese Auff\u00fchrung wirkte nicht ganz so sehr aus einem Guss wie die \u00fcbrigen des Abends. \u00c7akmur, dessen pianistische Meisterschaft au\u00dfer Frage steht, gestattete sich an mehreren Stellen, an denen er allein zu spielen hatte, Rubati, die den Fluss der Musik ein wenig hemmten und wirkten, als drohte dem Pianisten, im jeweiligen Moment des roten Fadens verlustig zu gehen. Dirigent Yaron Traub zeigte sich jedoch auch hier als idealer Partner, der es schaffte, seinen Solisten immer wieder aufs Neue mitzunehmen und die Musik unaufdringlich wieder in Bewegung zu bringen. In der Kadenz \u00fcberzeugte \u00c7akmur restlos. Franziska Pietschs Vortrag von Maurice Ravels Rhapsodie <em>Tzigane<\/em> klang unerbittlich streng. Sich des Verlaufs der Komposition in jedem Moment bewusst, entwarf sie zielsicher ein herbes und unsentimentales Stimmungsbild, das an keiner Stelle Raum f\u00fcr romantische Zigeuner-Klischees bot.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Preisverleihung hatte Remy Franck Ermonela Jaho dem Publikum als die seines Erachtens gr\u00f6\u00dfte Trag\u00f6din seit Maria Callas vorgestellt. Entsprechend gespannt war man auf ihren Auftritt mit der Arie \u201eAddio, del passato\u201c aus Giuseppe Verdis <em>La Traviata<\/em>. In der Tat schlug die S\u00e4ngerin das Publikum vom melodramatischen Beginn an in ihren Bann und hielt es erst recht w\u00e4hrend der eigentlichen Arie gefesselt. Vollkommene Identifikation mit der leidenden Violetta verband sich mit au\u00dferordentlicher k\u00fcnstlerischer Gestaltungskraft. Bei allem Hineinsteigern in ihre Rolle hielt Ermonela Jaho klug Ma\u00df mit ihren Kr\u00e4ften, sodass es ihr immer wieder m\u00f6glich war, ausdrucksstarke Momente mit noch intensiveren zu \u00fcbertreffen. Besonders gut gelang ihr das Ende der Arie: Den langen Abschlusston hielt sie im Mezzoforte aus und lie\u00df ihn dann j\u00e4h abrei\u00dfen. Yaron Traub entlockte dem begleitenden Orchester einen betont kargen Klang, was die bedr\u00fcckende Stimmung der Musik noch unterstrich. Nach dem Verklingen des letzten Tones herrschte einen Augenblick lang betroffene Stille im Saal, dann erhob sich das Publikum zu stehendem Applaus \u2013 durchaus zurecht!<\/p>\n\n\n\n<p>Die hier erreichte qualitative H\u00f6he wurde in der n\u00e4chsten Programmnummer gehalten. Ingolf Turban war der Solist in Saint-Sa\u00ebns&#8216; Introduction et Rondo capriccioso op.&nbsp;28, und vom ersten Takt an war klar, dass es sich bei dieser Auff\u00fchrung um ein besonderes Fest f\u00fcr die Ohren handelte. Turbans Vortrag zeigte jene bestechende, unaufdringliche Nat\u00fcrlichkeit eines Musikers, der sich mit einem Werk aufs Innigste vertraut gemacht hat. Er wei\u00df offenbar um die Rolle jeder einzelnen Phrase im Gesamtverlauf, jeder Moment des St\u00fcckes ging zwanglos aus dem vorigen hervor und zog den folgenden wie selbstverst\u00e4ndlich nach sich. Alles war wunderbar aufeinander abgestimmt und von bestechendem organischem Zusammenhalt. Nat\u00fcrlich h\u00f6rte man auch, dass dieses Rondo ein Virtuosenst\u00fcck ist, aber Turban bew\u00e4ltigte die Schwierigkeiten mit so leichter Hand, dass er sich ganz aufs Herausarbeiten der musikalischen Feinheiten konzentrieren konnte. Alles Technische war Nebensache und stand im Dienste des Ausdrucks. Turbans Rolle in dieser Auff\u00fchrung war die eines Primus inter Pares, der dem Orchester zuh\u00f6rt und dessen bedeutenden Anteil an der Gesamtwirkung respektiert, der mit ihm musiziert und nicht neben ihm. Damit kam er ganz Traubs Auffassung entgegen. So herrschte hier eine seltene Harmonie von Dirigent und Solist, sie wirkten in diesem St\u00fcck wie ein Herz und eine Seele. Das klingende Ergebnis war musikalische Hochkultur! Auch daf\u00fcr gab es stehenden Applaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss erklang, wie zu Beginn, ein reines Orchesterst\u00fcck: die Jubel-Ouvert\u00fcre op.&nbsp;59 von Carl Maria von Weber. 1818 zu Ehren des s\u00e4chsischen K\u00f6nigs entstanden, zitiert das Werk am Ende die Melodie von \u201eGod save the Queen\u201c, die damals mit dem Text \u201eGott segne Sachsenland\u201c als s\u00e4chsische K\u00f6nigshymne diente. Kein Liechtensteiner wird jedoch bei ihrem Erklingen zuerst an diese Worte denken, denn mit dem Text \u201eOben am jungen Rhein\u201c ist die Melodie Nationalhymne Liechtensteins. Webers Werk war also durchaus am rechten Platz. Yaron Traub und das Sinfonieorchester Liechtenstein leisteten zum Ausklang des Abends auch in diesem St\u00fcck Vortreffliches.<\/p>\n\n\n\n<p>Die durchgehend hohe Qualit\u00e4t dieser Auff\u00fchrungen, sowohl der kammermusikalischen, als auch der orchestralen, stellte dem Musikleben des F\u00fcrstentums Liechtenstein ein denkbar gutes Zeugnis aus. Es wurde deutlich, dass an der Internationalen Musikakademie h\u00f6chst f\u00e4hige Kammermusiker und Solisten herangebildet werden, und dass das Sinfonieorchester zu au\u00dferordentlichen Leistungen f\u00e4hig ist. Die Veranstalter der ICMA haben jedenfalls gut daran getan, den Fokus der Musikwelt auf das kleine Land am jungen Rhein zu lenken. M\u00f6ge die Liechtensteiner Kulturarbeit, die solch g\u00fcnstige Ergebnisse gezeitigt hat, auch in Zukunft reiche Fr\u00fcchte tragen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Norbert Florian Schuck, Juli 2021]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 27. 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