{"id":5257,"date":"2022-06-05T19:02:47","date_gmt":"2022-06-05T17:02:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=5257"},"modified":"2022-06-05T19:36:59","modified_gmt":"2022-06-05T17:36:59","slug":"weltersteinspielungen-aus-dem-spaeten-russischen-reich-und-der-emigration-dyck-sternberg-youferov","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2022\/06\/05\/weltersteinspielungen-aus-dem-spaeten-russischen-reich-und-der-emigration-dyck-sternberg-youferov\/","title":{"rendered":"Weltersteinspielungen aus dem sp\u00e4ten Russischen Reich und der Emigration"},"content":{"rendered":"\n<p>Naxos, 8.574116; EAN: 7 47313 41167 2<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Russische-Klaviertrios-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Russische-Klaviertrios-5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5258\" width=\"477\" height=\"477\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Russische-Klaviertrios-5.jpg 600w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Russische-Klaviertrios-5-300x300.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Russische-Klaviertrios-5-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 477px) 100vw, 477px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Das Brahms-Trio mit Natalija Rubinstein (Klavier), Nikolai Satschenko (Violine) und Kirill Rodin (Violoncello) stellt in der f\u00fcnften Folge seiner CD-Reihe zur Geschichte des russischen Klaviertrios drei Weltersteinspielungen aus der Zeit des sp\u00e4ten Russischen Reichs vor.<\/em><em> <\/em><em>Die Trios von Vladimir Dyck und Constantin von Sternberg entstanden dabei in der franz\u00f6sischen bzw. amerikanischen Emigration, das von Sergei Juferow ist ein dezidiert elegischer Gattungsbeitrag in der Tradition Tschaikowskis.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der vorliegenden f\u00fcnften Folge findet die kleine Anthologie des Brahms-Trios zur Geschichte des russischen Klaviertrios bis zur Oktoberrevolution ihren Abschluss. Einmal mehr sei angemerkt, dass hier keine Gesamteinspielung s\u00e4mtlicher Klaviertrios russischer Komponisten bis 1917 angestrebt, sondern eine Auswahl getroffen wurde, die selbstverst\u00e4ndlich um die Klassiker wie Tschaikowskis Trio op. 50 herum aufgebaut wurde, aber auch mit einer ganzen Reihe von Rarit\u00e4ten aufwartet. In dieser Hinsicht ist die vorliegende f\u00fcnfte Folge besonders reizvoll. Auf der Internetpr\u00e4senz des Brahms-Trios (nicht aber auf der CD selbst) firmiert sie unter dem Titel \u201eRussia Abroad. Late Premi\u00e8res\u201c \u2013 in der Tat eine treffende Charakterisierung, denn zwei der drei Komponisten emigrierten in jungen Jahren aus dem Russischen Reich, alle drei Trios liegen hier in Weltersteinspielungen vor, und besonders h\u00e4ufig (wenn \u00fcberhaupt) d\u00fcrften sie innerhalb der gut 100 Jahre seit ihrer Entstehung ohnehin nicht aufgef\u00fchrt worden sein. Bei allen drei Komponisten handelt es sich offenbar sogar um das erste gr\u00f6\u00dfer angelegte Werk, von dem eine Einspielung vorliegt, echte Pionierarbeit also.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Beginn der CD steht das wohl 1908 entstandene, 1910 publizierte <em>Klaviertrio c-moll op.&nbsp;25<\/em> von Vladimir Dyck (1882\u20131943). Dyck wurde zwar in Odessa geboren, das eigentliche Zentrum seines Lebens und Wirkens war aber Paris, wohin er 1899 zun\u00e4chst im Rahmen seines Musikstudiums \u00fcbersiedelte. Zu seinen Lehrern z\u00e4hlen Charles-Marie Widor (Komposition) und Antoine Taudou (Harmonie); Letzterem ist das Trio auch gewidmet. Dyck kehrte anschlie\u00dfend nicht ins Russische Reich zur\u00fcck, sondern lie\u00df sich dauerhaft in Paris nieder (die franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrgerschaft erhielt er 1910), wo er als Klavierlehrer arbeitete, Musik f\u00fcr Stummfilme komponierte und 1933 gemeinsam mit L\u00e9on Algazi einen Verlag f\u00fcr j\u00fcdische Musik gr\u00fcndete. Im Sommer 1943 wurde er zusammen mit seiner Familie in Paris von der Gestapo verhaftet, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dycks Klaviertrio ist deutlich von der franz\u00f6sischen Sp\u00e4tromantik etwa seines Lehrers Widor beeinflusst. Vielleicht l\u00e4sst sich der melodische Schmelz noch mit der russischen Schule in Verbindung bringen, aber letztlich ist das Werk nicht entscheidend von russischem Kolorit gepr\u00e4gt und w\u00fcrde vermutlich auch ohne Probleme als das Werk eines jungen franz\u00f6sischen Komponisten jener Zeit durchgehen. Am gewichtigsten sind die beiden Ecks\u00e4tze, passionierte Musik mit vollem Klaviersatz und reicher Harmonik, k\u00e4mpferisch-dramatisch der erste Satz, triumphales C-Dur im Finale. Die kurze, stentorische Einleitung stellt dabei eine Art Mottothema vor, das auch als thematische Wurzel fungiert; weit st\u00e4rker noch gilt Letzteres allerdings f\u00fcr die espressivo-Motivik in der Violine ab Takt 9, aus der in der Folge das erste Thema des Allegros hervorgeht. Auch thematische Bez\u00fcge zwischen den S\u00e4tzen (nat\u00fcrlich wiederum ganz im Sinne gerade der franz\u00f6sischen Musik jener Zeit, man denke etwa an C\u00e9sar Franck und sein \u201ezyklisches Prinzip\u201c) wird man immer wieder finden, wenn etwa im langsamen Satz der Kopfsatz in Erinnerung gerufen wird. Gegen\u00fcber den Kopfsatz und Finale besitzen die beiden Binnens\u00e4tze eher Intermezzocharakter: an zweiter Stelle steht eine Art stilisiertes Menuett, leicht, duftig, mit ausgedehnten gezupften Passagen in den Streichern, w\u00e4hrend der dritte Satz als Barcarole in schw\u00e4rmerischem As-Dur betrachtet werden k\u00f6nnte. Ein sch\u00f6nes, h\u00f6renswertes Werk mit einpr\u00e4gsamer Melodik, wirkungsvollem dramatischem Moment und aparten klanglichen L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<p>30 Jahre \u00e4lter als Dyck war Constantin von Sternberg (1852\u20131924), der als Sohn deutscher Eltern in St.&nbsp;Petersburg geboren wurde, aber bereits mit 13 Jahren nach Deutschland (zun\u00e4chst Leipzig) ging, um dort u.&nbsp;a. bei Moscheles und Reinecke, sp\u00e4ter bei Kullak zu studieren. Einige Jahre als Klaviervirtuose folgten, bevor er sich 1880 im Rahmen einer Konzertreise dauerhaft in den USA niederlie\u00df. In der Neuen Welt machte er sich als Klavierlehrer einen Namen und gr\u00fcndete u.&nbsp;a. 1890 seine eigene <em>Sternberg School of Music<\/em> in Philadelphia. Sein Bezug zu Russland besteht in erster Linie darin, dass er dort geboren wurde und die ersten 13 Jahre seines Lebens verbrachte. Insofern verwundert es nicht, dass seine Musik \u2013 jedenfalls auf Grundlage des hier vorgestellten Trios \u2013 in noch erheblich deutlicherem Ma\u00dfe als im Falle Dycks keinerlei Spuren der russischen Romantik aufweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Sternbergs <em>Klaviertrio Nr.&nbsp;3 C-Dur op.&nbsp;104<\/em>, 1912 publiziert, ist vielmehr ein kurzes, lebhaftes und charmantes Werk im Fahrwasser der Leipziger Schule, in Umfang und Charakter vergleichbar etwa mit den beiden Trio-Serenaden op.&nbsp;126 seines Lehrers Reinecke. Die drei S\u00e4tze sind kurzweilig und elegant. An zweiter Stelle steht ein kleiner Variationssatz \u00fcber ein volksliedhaftes, vielleicht etwas unspezifisches Thema, der schlie\u00dflich in einen zur\u00fcckgenommenen, wie aus der Ferne her\u00fcberklingenden L\u00e4ndler m\u00fcndet. Das Finale, ein Rondo \u201econ umore\u201c, fasst innerhalb von nicht einmal drei Minuten die wesentlichen Themen des Trios zusammen. Keine gro\u00dfe, aber gef\u00e4llige, unterhaltsame, f\u00fcr ihre Entstehungszeit nat\u00fcrlich ausgesprochen konservative Musik.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der CD fungiert Sternbergs Trio als eine Art Intermezzo zwischen Dycks Gattungsbeitrag und einem zweiten gro\u00dfen c-moll-Trio, n\u00e4mlich dem 1911 entstandenen <em>Klaviertrio op.&nbsp;52<\/em> von Sergei Juferow (auf der CD Sergey Youferov geschrieben). Juferow, 1865 in Odessa geboren und aus wohlhabenden Verh\u00e4ltnissen stammend, war u.&nbsp;a. Sch\u00fcler von Glasunow in St.&nbsp;Petersburg, studierte aber auch Recht und war ab den 1890er Jahren besonders im Bereich des Urheberrechts aktiv. Sein Lebensmittelpunkt lag in St.&nbsp;Petersburg und dem ukrainischen Cherson, daneben bereiste er immer wieder Deutschland und die Schweiz. Nach der Oktoberrevolution verliert sich seine Spur weitgehend, und ob er wirklich im Jahre 1927 verstarb, ist anscheinend nicht vollst\u00e4ndig zu kl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Juferows Trio ist somit das einzige Werk von einem im Russischen Reich lebenden Komponisten auf dieser CD, und so verwundert es nicht, dass es sicherlich dasjenige mit dem mit Abstand st\u00e4rksten russischen Kolorit ist (grob in der erweiterten Tschaikowski-Nachfolge anzusiedeln, ohne eine Stilkopie zu sein). Ein Werk, das von elegischen T\u00f6nen dominiert wird, die bereits den ersten Satz, ein dramatisch akzentuiertes, gewichtiges Sonatenallegro mit langsamer Einleitung, wesentlich pr\u00e4gen. Das folgende Adagio steht zwar im 5\/4-Takt, gemahnt aber stellenweise deutlich an Salonmusik (und streift dabei einige Klischees zumindest), ein ziemlicher Bruch nach dem konzentrierten Kopfsatz. Ganz anders dann wieder das Finale, das mit einem hartn\u00e4ckigen, weite Teile des Satzes dominierenden c-moll-Motiv beginnt, erg\u00e4nzt durch Seufzer-Gesten vor langen Orgelpunkten auf G. Endg\u00fcltig im Stile einer Trauermusik bewegt sich der Schluss des Satzes, der mit einem Wechsel vom Dreier- zum Vierertakt einhergeht. Hier stellen die Streicher zun\u00e4chst einen kurzen Choral vor, der aber sofort umgedeutet wird und in einen veritablen Abgesang m\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Brahms-Trio zeigt sich in seinem Kommentar zur CD von diesem Trio in ganz besonderem Ma\u00dfe fasziniert und sieht in ihm einen Abschied vom \u201eSilbernen Zeitalter\u201c (und, nur auf ihrer Internetseite nachzulesen, gar \u201eeine der gr\u00f6\u00dften musikalischen Errungenschaften des russischen Silbernen Zeitalters\u201c). Grunds\u00e4tzlich mag eine solche Deutung in der Tat nicht v\u00f6llig unberechtigt sein, man denke etwa an die br\u00fctende, lastende, ahnungsvolle Atmosph\u00e4re von Mjaskowskis ersten drei Sinfonien, die ja in etwa zeitgleich entstanden, oder an die (nat\u00fcrlich ex post entstandenen) gro\u00dfartigen Jessenin-Vertonungen Georgi Swiridows, die ganz \u00e4hnliche Stimmungen meisterhaft einfangen. Andererseits bewegt sich Juferow in diesem Werk nat\u00fcrlich auch im Rahmen der Tradition des russischen Klaviertrios als (Toten-)Klage wie sie das Brahms-Trio im Rahmen dieser Edition ja auch dokumentiert hat (Tschaikowski, Pabst, Arenski).<\/p>\n\n\n\n<p>Sicherlich ein Werk also, das durch seine unverbl\u00fcmte Emotionalit\u00e4t durchaus wirkungsm\u00e4chtig und im Detail originell anmutet. Ich bin indes nicht \u00fcberzeugt davon, dass es sich tats\u00e4chlich um ein solches Opus magnum handelt wie vom Brahms-Trio nahegelegt, auch abseits der oben angesprochenen Inkoh\u00e4renzen. Das Finale etwa ist bis auf eine kurze Episode in As-Dur und den besagten Choral (in Es-Dur) komplett in c-moll gehalten, d.&nbsp;h. diese Tonart dominiert etwa sieben von zehn Minuten(!). Zusammen mit den neun Minuten Adagio, die fast ununterbrochen an G-Dur festhalten, ergibt dies \u00fcber beide S\u00e4tze hinweg ein ausgesprochen monochromes, gleichf\u00f6rmiges Bild \u2013 mindestens im Finale sicherlich absichtlich, aber dennoch: zusammen mit der ebenfalls relativ stur durchgehaltenen Thematik ergibt sich ein doch allzu homogenes Bild, das andererseits wiederum nicht derart radikal und satztechnisch meisterhaft realisiert ist wie z.&nbsp;B. Wagners <em>Rheingold<\/em>-Vorspiel. Nichtsdestotrotz eine interessante Repertoirebereicherung, und man kann dem Brahms-Trio nur daf\u00fcr danken, dieses und die anderen Werke \u00fcberhaupt auf CD verf\u00fcgbar gemacht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Interpretationen des Brahms-Trios bewegen sich wie gehabt auf einem sehr soliden, guten Niveau. Eine gewisse Zur\u00fcckhaltung, die vielleicht hier und da auff\u00e4llt, ist den meisten Interpretationen dieser Serie zu eigen, nicht selten durchaus zum Vorteil der Musik. \u00dcber eine Reihe von Feinheiten in der Gestaltung melodischer B\u00f6gen (z.&nbsp;B. im leidenschaftlichen Auf und Ab des ersten Satzes von Dycks Trio, in dem die Phrasenh\u00f6hepunkte st\u00e4rker nachvollzogen werden k\u00f6nnten) und der Artikulation kann man sicherlich diskutieren, auch wom\u00f6glich dar\u00fcber, dass das Brahms-Trio die salonmusikalischen Elemente im zweiten Satz von Juferows Trio eher noch betont (etwa durch Portamenti) \u2013 andererseits sind diese Einfl\u00fcsse in der Musik so oder so vorhanden, und sie zu negieren, muss nicht notwendigerweise die bessere L\u00f6sung sein. Insgesamt sind die Einspielungen mehr als gut dazu geeignet, einen vorteilhaften Eindruck von den Werken zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4rgerlich ist allerdings die bereits in Folge&nbsp;1 zu beobachtende Tendenz, mit den eher wenig bekannten Partituren (die freilich allesamt via IMSLP einsehbar sind) mitunter arg frei umzugehen. Das betrifft explizit nicht Juferows Trio, wohl aber ganz besonders die ersten beiden S\u00e4tze des Trios von Vladimir Dyck. Nicht alles wiegt gleich schwer; wenn das Brahms-Trio etwa nicht alle dynamischen Vorschriften im Wortlaut umsetzt, ist das mitunter nur verst\u00e4ndlich, denn Dyck geht oft schon arg schnell und h\u00e4ufig ins Fortissimo \u00fcber, teilweise mitten in einer Piano-Kantilene (um sogleich wieder in der Dynamik zur\u00fcckzugehen). Auch gewisse K\u00fcrzungen erscheinen einsichtig, obwohl z.&nbsp;B. ein Strich, der sich von vier Takten nach Ziffer&nbsp;9 bis elf Takte nach Ziffer&nbsp;11 erstreckt, nicht ganz unerheblich ist. Klangliche Erw\u00e4gungen d\u00fcrften ferner dazu gef\u00fchrt haben, dass die Viertel in den aufsteigenden Bewegungen ab Ziffer&nbsp;2 durch Achtel ersetzt wurden. Sp\u00e4testens dann allerdings, wenn das Trio die Schlussakkorde des ersten Satzes nicht etwa sforzatissimo innerhalb eines Fortissimos spielt, sondern im Piano und Pizzicato, greift das Ensemble in die Charakteristik der Musik ein. Im zweiten Satz nimmt das Trio vor allem bei den h\u00e4ufigen Pizzicati gewisse \u00c4nderungen vor. Auch in Sternbergs Trio lassen die Interpreten den Notentext nicht immer ganz unangetastet, allerdings sind die Abweichungen hier weniger gravierend. In einem so konservativ gehaltenen Werk im zweiten Satz ab Ziffer&nbsp;O die Pizzicati durch col legno-Spiel zu ersetzen, ist allerdings ein ziemlicher Stilbruch. So gut gemeint all diese \u00c4nderungen auch sein m\u00f6gen, in der Summe stellen sie doch einen Wermutstropfen dar (zumal man diese Werke vermutlich so schnell nicht wieder zu Geh\u00f6r bekommen wird).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Klang der CD ist ordentlich, allerdings erneut mit einem leichten \u00dcbergewicht des Cellos zu Ungunsten der Violine; \u00fcberdies sind speziell in Juferows Trio die Pizzicati beider Instrumente vor dem Hintergrund des Klaviers zum Teil h\u00f6chstens zu erahnen. Der Begleittext von Ivan Moody nicht nicht allzu umfangreich (und lediglich in englischer Sprache vorhanden), bietet aber die wesentlichen Informationen zu Komponisten und Werken. Eine erweiterte Fassung des Kommentars der Pianistin Natalija Rubinstein ist wie erw\u00e4hnt auf der Internetseite des Brahms-Trios einsehbar und liefert noch weitere interessante, aufschlussreiche, auch pers\u00f6nlich gef\u00e4rbte Informationen. Wenn allerdings behauptet wird, Leben und Ruhm der drei Komponisten seien durch die Oktoberrevolution zerst\u00f6rt worden (\u201eTheir lives and fame were destroyed by the Russian Revolution\u201c), ist das im Falle von zwei der drei hier vorgestellten Komponisten schlicht falsch, da sie zu Zeiten der Revolution das Russische Reich schon seit Dekaden hinter sich gelassen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Summe auf alle F\u00e4lle eine willkommene, interessante Neuerscheinung mit Dycks Trio als H\u00f6hepunkt der CD.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Holger Sambale, Juni 2022]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naxos, 8.574116; EAN: 7 47313 41167 2 Das Brahms-Trio mit Natalija Rubinstein (Klavier), Nikolai Satschenko (Violine) und Kirill Rodin (Violoncello) stellt in der f\u00fcnften Folge seiner CD-Reihe zur Geschichte des russischen Klaviertrios drei Weltersteinspielungen aus der Zeit des sp\u00e4ten Russischen Reichs vor. 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