{"id":561,"date":"2016-02-28T00:47:40","date_gmt":"2016-02-27T23:47:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=561"},"modified":"2016-02-28T00:48:14","modified_gmt":"2016-02-27T23:48:14","slug":"zu-den-wurzeln","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2016\/02\/28\/zu-den-wurzeln\/","title":{"rendered":"Zu den Wurzeln"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center\">Martin Fr\u00f6st<br \/>\nRoots<br \/>\nThe Royal Stockholm Philharmonic Orchestra<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Verschiedenste St\u00fccke verschiedenster Couleur<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Sony Classical 88875065292<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">8 88750 65292 8<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Ulrich0018.jpg\" rel=\"attachment wp-att-562\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-562 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Ulrich0018-300x298.jpg\" alt=\"Ulrich0018\" width=\"300\" height=\"298\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Ulrich0018-300x298.jpg 300w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Ulrich0018-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Ulrich0018.jpg 595w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Voil\u00e0! La Musique!\u00a0 Vom ersten Ton auf dieser CD mit dem schwedischen Klarinettisten \u2013 und Ausnahme-Musiker \u2013 Martin Fr\u00f6st bis zum letzten: einfach nur Musik! Aber was f\u00fcr eine! Von alten Griechen \u2013 Seikilos-Epitaph \u2013 \u00fcber Georg Philipp Telemann (1681-1767), \u00fcber schwedische Folklore, jiddische Klezmer-Musik, Bernhard Crusell (1775-1838), einem der Ahnv\u00e4ter der schwedisch-finnischen\u00a0 Musik, Johannes Brahms (1833-1897), Robert Schumann (1810-1856), B\u00e9la Bart\u00f3k (1881-1945), Manuel de Falla (1876-1946), Astor Piazzolla (1921-1992) bis hin zu zeitgen\u00f6ssischen schwedischen Komponisten wie G\u00f6ran Fr\u00f6st (geb. 1974), Anders Hillborg (geb. 1954) und dem Letten Georgs Pel\u00e8cis (geb. 1947) brennt dieser \u201eKlarinetten-Spieler\u201c ein musikalisches Feuerwerk vom Hinrei\u00dfendsten ab, aufgenommen\u00a0 in hervorragender Klangqualit\u00e4t, was einem immer wieder staunende Bewunderung \u201eabn\u00f6tigt\u201c. Er selbst beschreibt seine \u201eroots\u201c, also die Wurzeln seines Musizierens als riesigen Bogen von ersten T\u00f6nen bei den alten Griechen bis zu rein Improvisatorischem. Diese Wurzeln \u00f6ffnen f\u00fcr Martin Fr\u00f6st eben auch dadurch die T\u00fcren f\u00fcr eine Musik der Zukunft, wie sie sein gro\u00dfer Landsmann, der schwedische Komponist Anders Eliasson (1947-2013), in seinen Kompositionen schon aufgesto\u00dfen hat. Vielleicht h\u00f6ren wir demn\u00e4chst auf einer neuen CD diesen wunderbaren Musiker einmal mit den grandiosen Klarinettenwerken von Eliasson, und d\u00fcrfen Zeugen sein, wie beide durch dieses Tor durchgehen und uns einen musikalischen Ausblick in eine noch unerschlossene Zukunft der Menschheit erm\u00f6glichen.<br \/>\nOb mit einer der \u00e4ltesten \u00fcberlieferten Melodien, dem griechischen Seikilos-Lied, dem sich\u00a0 ein St\u00fcck von Hildegard von Bingen nahtlos anschlie\u00dft, ob St\u00fccke aus der schwedischen Folkore oder Klassisches vom finnisch-schwedischen Komponisten Bernhard Crusell zusammen mit dem Royael Stockholm Philharmonic Orchstra, die 5 St\u00fccke im Volkston von Robert Schumann oder Rum\u00e4nische T\u00e4nze von B\u00e9la Bart\u00f3k oder aber St\u00fccke im Blues-Charakter oder tango\u00e4hnliche von Astor Piazzolla oder Georgs Pel\u00e9cics, immer \u00fcberzeugt die \u00fcberw\u00e4ltigende Spielfreude und musikalische Pr\u00e4senz des Martin Fr\u00f6st, man kann sich beim H\u00f6ren nicht enthalten, selber ins Tanzen zu kommen, wie es dem Klarinettisten ja auch beim Spielen auf dem blauen Coverbild zu \u00fcberkommen scheint. Musica vincit omnia \u2013 wie der alte Lateiner sagt.<br \/>\nNat\u00fcrlich k\u00f6nnte ich \u00fcber jedes dieser Musikst\u00fccke auf der CD seitenlang schw\u00e4rmen, aber am besten ist es, diese CD sofort selber anzuh\u00f6ren, sie ist es im allerh\u00f6chsten Ma\u00dfe wert und zeigt die immerw\u00e4hrende Kraft wahrer Musik als einer diese Welt wenigstens eine Zeit lang transformierende musische M\u00f6glichkeit. Die Hoffnung stirbt \u2013 gl\u00fccklicherweise \u2013 immer noch zu allerletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>[Ulrich Hermann, Februar 2016]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martin Fr\u00f6st Roots The Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Verschiedenste St\u00fccke verschiedenster Couleur Sony Classical 88875065292 8 88750 65292 8 Voil\u00e0! La Musique!\u00a0 Vom ersten Ton auf dieser CD mit dem schwedischen Klarinettisten \u2013 und Ausnahme-Musiker \u2013 Martin Fr\u00f6st bis zum letzten: einfach nur Musik! 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