{"id":5780,"date":"2023-06-30T02:42:15","date_gmt":"2023-06-30T00:42:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=5780"},"modified":"2023-06-30T02:42:20","modified_gmt":"2023-06-30T00:42:20","slug":"walter-courvoisier-eine-notwendige-korrektur-zum-vorwort-der-cellosuiten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2023\/06\/30\/walter-courvoisier-eine-notwendige-korrektur-zum-vorwort-der-cellosuiten\/","title":{"rendered":"Walter Courvoisier: Eine notwendige Korrektur zum Vorwort der Cellosuiten"},"content":{"rendered":"\n<p>In meinem Vorwort zum Erstdruck der Suiten f\u00fcr Violoncello allein von Walter Courvoisier, welches man auf der Seite von <a href=\"https:\/\/repertoire-explorer.musikmph.de\/prefaces\/5465.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/repertoire-explorer.musikmph.de\/prefaces\/5465.pdf\">Musikproduktion H\u00f6flich<\/a> nachlesen kann, schrieb ich, es k\u00f6nne &#8222;keine Rede davon sein&#8220;, dass Courvoisier &#8222;die Violoncellosuiten nachtr\u00e4glich verworfen [habe], wie er es mit anderen Werken nachweislich getan hat, denn er belie\u00df ihnen ihre Opuszahl&#8220;, n\u00e4mlich die Nummer 32. Damit war ich im Irrtum. Seit kurzem ist nun der Klavierauszug von Courvoisiers letzter, niemals aufgef\u00fchrter Oper <em>Der S\u00fcnde Zauberei <\/em>auf <a href=\"https:\/\/imslp.org\/wiki\/Der_S%C3%BCnde_Zauberei_(Courvoisier%2C_Walter)\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/imslp.org\/wiki\/Der_S%C3%BCnde_Zauberei_(Courvoisier%2C_Walter)\">imslp<\/a> zu finden. Dieses 1929, acht Jahre nach den Suiten, fertiggestellte Werk (dem man eine m\u00f6glichst baldige, m\u00f6glichst gute Urauff\u00fchrung w\u00fcnscht!) ist als &#8222;op. 32&#8220; bezeichnet und r\u00fcckt somit in Courvoisiers offiziellem Werkverzeichnis an den Platz, der urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Cellosuiten vorgesehen war. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Feststellung l\u00e4sst mich jedoch nicht an meiner Theorie zweifeln, dass Courvoisier die beiden Cellosuiten unver\u00f6ffentlicht lie\u00df, nicht weil er mit der Qualit\u00e4t der Werke unzufrieden war, sondern weil er eine Sammlung von sechs Werken entsprechend den Violinsuiten op. 31 im Sinn hatte und sich, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, die Einf\u00e4lle f\u00fcr die vier \u00fcbrigen Suiten nicht einstellen wollten. Dass es sich bei den beiden fertiggestellten Cellosuiten um Meisterwerke handelt, die gespielt und geh\u00f6rt zu werden verdienen, best\u00e4tigt Prof. Julius Berger, der die h-Moll-Suite op. 32\/2 auf den Weidener Max-Reger-Tagen 2022 uraufgef\u00fchrt hat. Im Beiheft seines bei Wergo herausgekommenen Albums <em>Soldanella<\/em>, das neben der h-Moll-Suite weitere Solost\u00fccke von Reger, Tovey und Adolf Busch enth\u00e4lt, schreibt er: &#8222;Mich fasziniert in der hier eingespielten Suite das dramatisch klingende Appassionato am Beginn, die Allemande mit ihren nachdenklichen Aspekten, die virtuose Courante, die Sarabande, die an die ber\u00fchmte Air von Bach erinnert, eine attraktive Bourr\u00e9e und ein besonderes Menuetto, gefolgt von einer heroischen Gigue. All dies in unverwechselbarer Klangsprache! Ich bin dankbar, dass ich auf diese Suiten gesto\u00dfen bin.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>[Norbert Florian Schuck, Juni 2023]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinem Vorwort zum Erstdruck der Suiten f\u00fcr Violoncello allein von Walter Courvoisier, welches man auf der Seite von Musikproduktion H\u00f6flich nachlesen kann, schrieb ich, es k\u00f6nne &#8222;keine Rede davon sein&#8220;, dass Courvoisier &#8222;die Violoncellosuiten nachtr\u00e4glich verworfen [habe], wie er es mit anderen Werken nachweislich getan hat, denn er belie\u00df ihnen ihre Opuszahl&#8220;, n\u00e4mlich die &hellip; <a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2023\/06\/30\/walter-courvoisier-eine-notwendige-korrektur-zum-vorwort-der-cellosuiten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Walter Courvoisier: Eine notwendige Korrektur zum Vorwort der Cellosuiten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4463],"tags":[432,4460],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5780"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5780"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5780\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5782,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5780\/revisions\/5782"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5780"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5780"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5780"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}