{"id":7486,"date":"2026-04-12T21:39:51","date_gmt":"2026-04-12T19:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=7486"},"modified":"2026-04-13T12:36:35","modified_gmt":"2026-04-13T10:36:35","slug":"buchal-daubitz-und-schostakowitschs-klaviersonate-nr-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2026\/04\/12\/buchal-daubitz-und-schostakowitschs-klaviersonate-nr-3\/","title":{"rendered":"Buchal, Daubitz und Schostakowitschs Klaviersonate Nr.\u00a03"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Buchal-undatierte-Photographie.png\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Buchal-undatierte-Photographie.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7487\" width=\"382\" height=\"567\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Buchal-undatierte-Photographie.png 528w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Buchal-undatierte-Photographie-202x300.png 202w\" sizes=\"(max-width: 382px) 100vw, 382px\" \/><\/a><figcaption>Hermann Buchal (1884-1961)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Im Januar 1956 berichtete Walther Siegmund-Schultze, Professor f\u00fcr Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg, in der DDR-Musikzeitschrift <em>Musik und Gesellschaft<\/em> \u00fcber ein Konzert, das der Pianist Edgar Daubitz im Herbst des vergangenen Jahres gegeben hatte, und das durch gleich mehrere Premieren Aufsehen erregte:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm Rahmen des Monats der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft fand am 15. November [1955] in der Aula der Universit\u00e4t Halle die deutsche Erstauff\u00fchrung des neuesten Werkes von Dmitri Schostakowitsch statt, der 3. Klavier-Sonate (entstanden im August 1955). Es handelt sich um ein umfangreiches, in klassischer Viers\u00e4tzigkeit (mit Menuett) gehaltenes fis-Moll-Werk, das der Komponist, wie er erkl\u00e4rt haben soll, im Gedenken an W.&nbsp;A. Mozart geschrieben hat; also eine Art Ehrung des gro\u00dfen Meisters zum 200. Geburtstag. [\u2026] Es ist ein durchaus pers\u00f6nlich gepr\u00e4gtes Werk. Jedoch h\u00f6rt man die typisch Mozartsche Verbindung st\u00e4rkster Ausdruckskraft mit spielerischen Elementen. Formvollendung wie inhaltliche Ausgewogenheit sind in gleichem Ma\u00dfe begl\u00fcckend.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Sonate, die Daubitz \u201eauf ausdr\u00fccklichen Wunsch von Schostakowitsch\u201c nicht auswendig spielte, standen noch \u201esieben unbekannte St\u00fccke von Serge Rachmaninow, die dieser Meister in seinen letzten Lebensjahren geschrieben hatte\u201c, und \u201ezwei Polkas von Anton Rubinstein\u201c auf dem Programm. Offensichtlich war das Konzert ein gro\u00dfer Erfolg. Der Rezensent schloss seine Besprechung mit dem Wunsch, dass Daubitz \u201eauch einmal in den R\u00e4umen des Verbandes [der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR] die neue Sonate von Schostakowitsch zu Geh\u00f6r bringt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 1909 als Sohn eines Kirchenmusikers geborene Daubitz war sp\u00e4testens ab 1947 in Ribnitz-Damgarten an der Ostsee ans\u00e4ssig, wo er als Klavierlehrer arbeitete und regelm\u00e4\u00dfig Konzerte gab. Er pflegte bei seinen Auftritten die Praxis, die von ihm gespielten St\u00fccke dem Publikum ausgiebig zu erl\u00e4utern. Zudem brachte er gern unbekannte Werke zur Auff\u00fchrung, \u00fcber deren Entstehungshintergr\u00fcnde er seine H\u00f6rer aufkl\u00e4rte. Im Musikbetrieb der DDR, die sich die musikalische Erziehung des Volkes auf die Fahnen geschrieben hatte, hatte er damit offenbar eine Nische f\u00fcr sich gefunden. Auch koppelte er seine Auftritte regelm\u00e4\u00dfig an Staatsfeierlichkeiten. Das Konzert 1955 in Halle war diesbez\u00fcglich keine Ausnahme.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesem Auftritt war der bislang \u00fcberwiegend lokal an der Ostseek\u00fcste t\u00e4tige Daubitz auf dem H\u00f6hepunkt seiner Laufbahn angelangt. Doch sein Ruhm sollte nicht lange dauern. Wenig sp\u00e4ter erhielt die Redaktion von <em>Musik und Gesellschaft<\/em> ein Telegramm Schostakowitschs, in dem dieser erkl\u00e4rte: \u201eIch habe niemals eine solche Sonate geschrieben und kann deshalb Daubitz die Noten nicht geschickt haben.\u201c So kam schlie\u00dflich heraus, dass Daubitz das gesamte Programm seines Auftritts gef\u00e4lscht hatte. Er musste sich vor einer Rechts- und Berufungskommission des Komponistenverbandes rechtfertigen, die ihm erkl\u00e4rte, sich im Wiederholungsfalle f\u00fcr ein Auftrittsverbot einzusetzen. Was danach aus Edgar Daubitz wurde, ist unbekannt. Seine Spur verliert sich im Februar 1957.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber wenn es nicht Schostakowitsch war, wessen Sonate hatte Daubitz in Halle zur Auff\u00fchrung gebracht? Es stellte sich heraus, dass Daubitz ein Werk pr\u00e4sentiert hatte, das bis dahin in der \u00d6ffentlichkeit nicht bekannt gewesen war. Er hatte also keine Erstauff\u00fchrung, sondern eine Urauff\u00fchrung gespielt. Bei der angeblichen Schostakowitsch-Sonate handelte es sich um eine Komposition von Hermann Buchal, der 1952 als Professor an der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena in den Ruhestand getreten war.<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Buchal? Buchal war ein Komponist, mit dem es das Schicksal nicht g\u00fcnstig meinte. Sein nahezu alle musikalischen Gattungen umfassendes Schaffen wurde durch Krieg und Vertreibung fragmentiert. Die meisten seiner St\u00fccke, die auf uns gekommen sind, wurden nie ver\u00f6ffentlicht. Heute, im Jahr 2026, existiert keine einzige offizielle Einspielung eines seiner Werke. Seine Spuren in der Musikgeschichte sind v\u00f6llig verwischt. Aber lehrt denn die Tatsache, dass Daubitz mit seinem Schwindel beinahe durchgekommen ist und sogar eine anerkannte Autorit\u00e4t auf musikwissenschaftlichem Gebiet t\u00e4uschen konnte, nicht, dass man sich das Schaffen dieses Komponisten, dessen Werk man immerhin als \u201eSchostakowitsch\u201c gelten lie\u00df, einmal genauer anschauen sollte?<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Buchal kam 1884 im oberschlesischen Patschkau zur Welt. Er studierte in Berlin, u.&nbsp;a. bei Friedrich Gernsheim, und wirkte seit 1921 als Kirchenmusiker und P\u00e4dagoge in Breslau, wo er 1924 die Leitung des Konservatoriums \u00fcbernahm. 1936 wurde er nach der Verstaatlichung des Konservatoriums in den Rang eines stellvertretenden Direktors zur\u00fcckgestuft, da er als frommer Katholik den Nationalsozialisten politisch nicht zuverl\u00e4ssig erschien. 1946 wurde er aus dem mittlerweile polnisch gewordenen Schlesien vertrieben und kam in Jena unter, wo er bis zu seinem Tode 1961 lebte. Zwar war er durch einen Lehrstuhl an der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t abgesichert, auch kamen gelegentlich Werke von ihm in Jena und Umgebung zur Auff\u00fchrung, doch spielte er im Musikleben der DDR keine bedeutende Rolle. Wie bereits in der NS-Zeit zeigte er kein Interesse daran, Werke mit Bezug zur gegenw\u00e4rtigen Politik zu schreiben. F\u00fcr die Machthaber war Buchal schlicht uninteressant.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Zerst\u00f6rung Breslaus und die anschlie\u00dfende Vertreibung waren 1945\/46 zahlreiche Werke Buchals verloren gegangen. Die Verluste belaufen sich auf rund ein Viertel seines Gesamtschaffens, darunter f\u00fcnf Symphonien, zwei Opern, ein Oratorium, eine Messe und mehrere Kammermusikwerke. Sein Klavierschaffen blieb gl\u00fccklicherweise zum gr\u00f6\u00dften Teil erhalten. F\u00fcr einen deutschen Komponisten seiner Generation eher ungew\u00f6hnlich, pflegte Buchal lebenslang die Klaviersonate und schuf zwischen 1919 und 1955 insgesamt vier Werke dieser Gattung. Die von Daubitz gespielte fis-Moll-Sonate ist das letzte dieser Werke und tr\u00e4gt die Opuszahl 95. In der DDR schaffte es Buchal nur noch, zwei gr\u00f6\u00dfere Instrumentalkompositionen bei Verlegern unterzubringen: die Sonate f\u00fcr Englischhorn und Klavier op.&nbsp;86 (Breitkopf&nbsp;&amp;&nbsp;H\u00e4rtel) und die Symphonische Festmusik op.&nbsp;89 (Peters), eine knapp gehaltene, viers\u00e4tzige Symphonie f\u00fcr Streichorchester. Den Rest seiner Werke verbreitete er \u00fcber handschriftliche Kopien. Auf unbekanntem Wege gelang es Edgar Daubitz offenbar, in den Besitz eines solchen Exemplars der fis-Moll-Sonate zu gelangen, was letztlich zu dem Hallenser Skandalkonzert f\u00fchrte. Buchals op.&nbsp;95 gelangte schlie\u00dflich 1958 durch den Komponisten im Weimarer Saal am Palais vor einem wenig enthusiastischen Publikum zu seiner offiziellen Urauff\u00fchrung. Danach verschwand das St\u00fcck jahrelang in der Vergessenheit.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Buchal-Klavierwerke.jpg\"><img loading=\"lazy\" width=\"350\" height=\"483\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Buchal-Klavierwerke.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7488\" srcset=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Buchal-Klavierwerke.jpg 350w, http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Buchal-Klavierwerke-217x300.jpg 217w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Buchal pflegte w\u00e4hrend seiner Zeit in der DDR intensive Kontakte nach Westdeutschland zu seinen schlesischen Landsleuten. Ihnen ist es zu danken, dass die Sonate op.&nbsp;95 wenigstens postum zum Druck gelangte: 1976 gab der Organist und Musikwissenschaftler Rudolf Walter, der sich auch um die Verbreitung der Orgelwerke von Buchals Freund und einstigem Breslauer Mitarbeiter Gerhard Strecke verdient machte, im Laumann-Verlag, D\u00fclmen, einen Sammelband mit Buchalscher Klaviermusik heraus, der neben der Sonate noch Variationen und Fuge \u00fcber ein Thema von Mozart op.&nbsp;75, die Sechs Klavierst\u00fccke op.&nbsp;46 und die Sammlung <em>Tage und N\u00e4chte<\/em> op.&nbsp;83 enth\u00e4lt. Es ist also m\u00f6glich, sich ein Bild von \u201eSchostakowitschs Dritter Klaviersonate\u201c zu machen, ohne dazu ins Archiv der Hochschule f\u00fcr Musik Franz Liszt Weimar gehen zu m\u00fcssen, wo Buchals Nachlass liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange Zeit wurde von dieser M\u00f6glichkeit anscheinend kein Gebrauch mehr gemacht. Im M\u00e4rz 2026 konnte man sich endlich wieder einen H\u00f6reindruck von der Sonate verschaffen, als sie in Naunhof, einer Kleinstadt nahe Leipzig, von der Pianistin Charlotte Steppes aufs Programm eines der dort viertelj\u00e4hrlich stattfindenden Rathauskonzerte gesetzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Was also hat es mit dem St\u00fcck auf sich? Zun\u00e4chst muss man sagen: Es klingt nicht nach Schostakowitsch, aber es klingt auch nicht nach einem anderen Komponisten dieser Zeit. Buchals Personalstil ist schwer zu fassen. Er geh\u00f6rt einer Generation an, die teils das Erbe der Sp\u00e4tromantik noch pflegte, teils sich betont von ihm distanzierte, teils eigene Wege abseits von Epigonentum und Modernismus fand. Zu den letzteren kann man Buchal rechnen. Allen zeitgen\u00f6ssischen Berichten zufolge war Buchal ein au\u00dferordentlicher Pianist, der komplizierteste Werke spielen konnte. Es \u00fcberrascht also nicht, dass er in seinen eigenen Kompositionen die Realisierung eines vielschichtigen Stimmengeflechts von nahezu symphonischer F\u00fclle fordert. Es ist keine Musik, mit der man als Pianist \u201egl\u00e4nzen\u201c kann, sondern eine, die diejenigen reich belohnt, die stets hellwach mitdenken und f\u00e4hig sind, die kompositorischen Vorg\u00e4nge bis in die zartesten Feinheiten des Tonsatzes hinein nachzuvollziehen. F\u00fcr Musiker dieses Typs \u2013 und Charlotte Steppes geh\u00f6rt zu ihnen \u2013 ist dieses Werk ideal geeignet, ihre St\u00e4rken zu zeigen. Die rhythmischen Prozeduren und die Meidung blo\u00dfer pianistischer Brillanz gemahnen an Brahms, doch vom Tonfall her ist Buchals Sonate keine sp\u00e4tromantische Musik mehr. Nicht dass Buchal zu diesem Idiom auf Distanz gehen w\u00fcrde, er ist ihm schlicht entwachsen. Die Elemente der romantischen Tonsprache haben sich unter seinen H\u00e4nden zu einem herben, kontrapunktisch gepr\u00e4gten Stil transformiert, der sich charakterlich durch starke Introversion auszeichnet. Am ehesten k\u00f6nnte man, um Vergleichsm\u00f6glichkeiten zu finden, an die Werke denken, die Franz Schmidt in den sp\u00e4ten 1920er Jahren schrieb, namentlich das Zweite Streichquartett und die Dritte Symphonie. Auch in diesen St\u00fccken finden sich chromatische Stimmf\u00fchrungen und dissonante Zusammenkl\u00e4nge, die von der Musik Schostakowitschs gar nicht so weit entfernt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus einem Berichtigungsartikel, der 1956 in <em>Musik und Gesellschaft<\/em> erschien, wissen wir, dass Edgar Daubitz Buchals Sonate \u201ein einer sehr freien, nicht dem Manuskript entsprechenden Wiedergabe\u201c vorgetragen hat. Ob das hei\u00dft, dass er dem St\u00fcck noch ein paar \u201eModernismen\u201c hinzuf\u00fcgte, um seine T\u00e4uschung glaubhafter zu machen, bleibt unklar. Schon zuvor war Daubitz durch einen freien Umgang mit bekannten klassischen Werken aufgefallen. So hatte er einmal einen Rezensenten verst\u00f6rt, weil er Beethovens As-Dur-Sonate mit zus\u00e4tzlichen Glissandi ausgestattet hatte. Was die Harmonik und Kontrapunktik der Buchalschen Sonate betrifft, so gab es f\u00fcr Daubitz kaum etwas hinzu zu tun. Das St\u00fcck klingt nicht wie das Werk einer fr\u00fcheren Epoche, das man h\u00e4tte \u201emodernisieren\u201c m\u00fcssen. Von Schostakowitsch trennen es der anders geartete Personalstil des Komponisten, dessen biographischer Hintergrund zudem v\u00f6llig verschieden von demjenigen Schostakowitschs war, nicht aber die Zeit und auch nicht der k\u00fcnstlerische Rang.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Literatur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul id=\"mwAW0\"><li>Joseph Thamm:\u00a0&#8222;Hermann Buchal. Leben und Schaffen.&#8220;\u00a0In: Gerhard Pankalla, Gotthard Speer (Hrsg.):\u00a0<em>Zeitgen\u00f6ssische schlesische Komponisten. Eine Dokumentation<\/em>. A. Laumannsche Verlagsbuchhandlung, D\u00fclmen o.\u00a0J. [1972], S. 7\u201342, 145\u2013158.<\/li><li>Stefan Weiss: &#8222;Sonderlinge in der Einheitsgesellschaft. Die DDR-Pianisten Edgar Daubitz und Siegfried Rapp und ihre Handicaps.&#8220; In: Eckhart Altenm\u00fcller, Susanne Rode-Breymann (Hrsg.): <em>Krankheiten gro\u00dfer Musiker und Musikerinnen: Reflexionen am Schnittpunkt von Musikwissenschaft und Medizin<\/em>, Ligaturen, Band 4, Musikwissenschaftliches Jahrbuch der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater Hannover, Olms 2009, S. 171\u2013194.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>[Norbert Florian Schuck, April 2026]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Januar 1956 berichtete Walther Siegmund-Schultze, Professor f\u00fcr Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universit\u00e4t Halle-Wittenberg, in der DDR-Musikzeitschrift Musik und Gesellschaft \u00fcber ein Konzert, das der Pianist Edgar Daubitz im Herbst des vergangenen Jahres gegeben hatte, und das durch gleich mehrere Premieren Aufsehen erregte: \u201eIm Rahmen des Monats der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft fand am 15. 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