{"id":766,"date":"2016-04-27T22:38:41","date_gmt":"2016-04-27T20:38:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/?p=766"},"modified":"2016-04-27T22:38:41","modified_gmt":"2016-04-27T20:38:41","slug":"a-mixed-bag-transkriptionen-von-musik-john-irelands","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.the-new-listener.de\/index.php\/2016\/04\/27\/a-mixed-bag-transkriptionen-von-musik-john-irelands\/","title":{"rendered":"A mixed bag: Transkriptionen von Musik John Irelands"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Naxos\/British Music Society<br \/>\n8.571372<br \/>\nEAN: 747313137275<br \/>\nOrchestra of the Swan<br \/>\nRaphael Wallfisch (Cello)<br \/>\nDavid Curtis<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Grete0011.jpg\" rel=\"attachment wp-att-767\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-767\" src=\"http:\/\/www.the-new-listener.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Grete0011-300x260.jpg\" alt=\"This is a free design for Deviantart Photoshop Files. 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Klavierkonzert oder das sch\u00f6n-schaurige sinfonische Gem\u00e4lde \u201eLegend\u201c nach einer sch\u00f6n-schaurigen literarischen Vorlage von Arthur Machen) hat er Musik geschrieben, die f\u00fcr jeden Liebhaber lyrischer Sp\u00e4tromantik mit einem Hang zum franz\u00f6sischen Impressionismus unwiderstehlich erscheinen muss. Nun erscheint bei Naxos\/British Music Society ein neues Album, das die Ambivalenz von Irelands Musik neu zur Diskussion stellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dazu muss man vielleicht zun\u00e4chst darauf eingehen, was es mit dem \u201eco-labelling\u201c dieses Albums auf sich hat. Wie Liebhaber britischer Musik wissen, hatte die British Music Society jahrelang ein eigenes Label mit dem K\u00fcrzel BMS, das hierzulande kaum erh\u00e4ltlich war. Die Verkaufszahlen waren zuletzt so gering, das man auf die Methode \u201epress on demand\u201c ausgewichen war, bei der eine CD erst dann gepresst wird, wenn eine Kundenbestellung vorliegt. Auch das klappte wohl irgendwie nicht so, wie sich das die Society vorgestellt hatte, und so kam Naxos als Partner, bei dem auch Rarit\u00e4ten ein Zuhause finden, wohl gerade zur rechten Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber zur\u00fcck zur Musik, denn davon gibt es auf diesem Album einen bunten Strau\u00df: Der etwas prosaische Albumtitel \u201eMusic for String Orchestra\u201c t\u00e4uscht dar\u00fcber hinweg, dass wir es hier mit nicht weniger als acht Werken zu tun haben, davon nur zwei Werke mit Spiell\u00e4ngen von mehr als 15 Minuten, der Rest sind kleinere Kompositionen. Es handelt sich beim Repertoire auf diesem Album zudem durchweg um Transkriptionen und Arrangements, meistens von Klaviermusik und Kammermusik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">So wurde Irelands Sonate in g-Moll f\u00fcr Cello und Klavier hier f\u00fcr Cello und Streichorchester gesetzt. Mit dem fabelhaften \u201eOrchestra of the Swan\u201c und dem ber\u00fchmten Cellisten Raphael Wallfisch sind Top-Kr\u00e4fte am Start, die interpretatorischen Glanz en masse verstr\u00f6men m\u00fcssten. Der Vortrag gelingt jedoch \u201enur\u201c gut, vor allem weil Wallfisch und das Orchester nie als Interpretenteam erscheinen. Dies ist vielleicht ein Produkt des etwas \u201ezerst\u00fcckelt\u201c anmutenden Dirigats von David Curtis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Kaum ist der Solist verschwunden, verstr\u00f6men Gelegenheitswerke wie \u201eSummer Evening\u201c oder \u201eIn a May Morning\u201c auf deutlich \u00fcberzeugendere Art und Weise das schwere, patschulihafte Parfum, f\u00fcr das man Irelands Musikimpressionen entweder liebt oder ablehnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Vor allem \u201eIn a May Morning\u201c wei\u00df zu gefallen. Ireland, der zugleich ein Naturbewunderer und dem \u00dcbersinnlich-Esoterischen zugeneigt war, zeigt hier ein schimmerndes Klangfarbenspiel, das von einem Moment auf den anderen von haarscharf am Kitsch vorbei schlitternden Kantilenen ein mysteri\u00f6s klingendes D\u00fcsterreich tangieren kann, nur um die Komposition in sch\u00f6nstem Lyrismus zu beschlie\u00dfen, als sei nie etwas anderes dagewesen. Das eigentlich f\u00fcr Klavier geschriebene St\u00fcck klingt auf diesem Album \u00fcbrigens, als sei es original f\u00fcr Streichorchester gemacht, was f\u00fcr die Qualit\u00e4t des dargebotenen Arrangements von Graham Parlett spricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u00c4hnliches k\u00f6nnte man \u00fcber andere \u201ekleine\u201c St\u00fccke dieses Albums sagen, die wohl den am n\u00e4chsten liegenden Kaufgrund f\u00fcr dieses Album darstellen. \u201eA Dowland Suite\u201c (im Streichorchesterarrangement vom Komponisten selbst unter Mithilfe von Geoffrey Bush) ist typologisch artverwandt mit Gustav Holsts \u201eSt. Paul\u2019s Suite\u201c. Holsts Suite ist allerdings eleganter, sch\u00f6ner und, tja, auch einfach besser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Kurz und gut: Dieses Album ist nicht schlecht, k\u00f6nnte aber besser sein. Das liegt einerseits an der dargebotenen Musik, die nicht immer zu Irelands Top-Ware z\u00e4hlt. Andererseits haben auch die Interpretationen noch \u201eLuft nach oben\u201c. F\u00fcr Ireland-Fans, die alles brauchen, ist diese Platte aber sicherlich unverzichtbar, denn diese Streichorchesterarrangements gibt es nirgends anders, und sie sind auch spannend und interessant zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>[Grete Catus, April 2016]<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naxos\/British Music Society 8.571372 EAN: 747313137275 Orchestra of the Swan Raphael Wallfisch (Cello) David Curtis Zugegeben: Qualitativ z\u00e4hlte John Ireland nicht immer zur absoluten Speerspitze der britischen Komponisten im 20. Jahrhundert, aber in seinen st\u00e4rksten Momenten (z.B. 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